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Atemberaubende Bremsmanöver und moderne Klimaschutztechnik auf der IAA

27.09.2010
Sicherheit und Umwelt im Fokus der Innovationsbühne

Lautlos dreht der Transporter vor der vollbesetzten Tribüne auf dem Freigelände der Hannover Messe seine Runden. 50 km/h hat er in etwa erreicht, dennoch ist höchstens in engen Kurven das Abrollgeräusch der Reifen zu hören.

Es ist der Mercedes-Benz Vito E-Cell, das vollelektrisch angetriebene leichte Nutzfahrzeug aus dem Hause Daimler. Die Höchstgeschwindigkeit des 36 kW (49 PS) starken Motors ist auf 80 km/h begrenzt, die maximale Reichweite beträgt 130 Kilometer, über Nacht ist der für den Stadtkurierverkehr konzipierte E-Cell wieder voll aufgeladen. Die Zuladung von 900 kg bedeutet keine Einschränkung gegenüber Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor: Die emissionsfreie Zukunft des Nutzfahrzeugs hat auf der 63. IAA in Hannover schon begonnen.

Der Vito E-Cell ist eine von 17 Vorführungen im Bereich Klimaschutz und Sicherheit auf der Innovationsbühne der IAA, die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) veranstaltet wird. Mit zahlreichen Neuheiten und Ideen, die den Straßengüterverkehr noch sicherer und umweltfreundlicher machen, sind neben Daimler auch die Firmen Emitec, Faun Group, Haller Umweltsysteme, Krone, MAN, Meiller, Meyer & Meyer, Peugeot, SVG und Wabco auf der Innovationsbühne vertreten. So beweist der Zulieferer Emitec mit einem Abgas-Nachbehandlungssystem, welche Fortschritte beim Dieselmotor noch möglich sind: Es führt zu rund 80 Prozent geringeren Stickoxid-Emissionen als herkömmliche Systeme.

Bei den Sicherheitsvorführungen geht es nicht ganz so entspannt zu wie bei der Präsentation der neuesten Umwelttechnologien. Das ist auch beabsichtigt: Aufmerksam und mit gezückten Kameras beobachten die Besucher unter dem Tribünendach die Vollbremsung eines Kleintransporters mit ungesicherter Ladung. Dank geöffneter Seitenschiebetür ist zu erkennen, wie die blauen Fässer mit voller Wucht gegen die Rückwand der Fahrerkabine schlagen. "Früher gab es eine Anzeige, wenn etwas passierte", erläutert Detlev Krill, der wie sein Moderatoren-Kollege Falko Peters Berufskraftfahrer-Trainer ist.

"Heute gibt es sofort drei Anzeigen: für den Fahrer, den Verlader und den Versender. Das ist auch richtig so, denn Sicherheit hat absoluten Vorrang."

An einem 40-Tonner mit offenem Anhänger wird anschließend demonstriert, dass eine 500 kg schwere Ladung, wenn sie lose ist, auf der Ladefläche genau so schnell nach vorne fliegen kann wie leichtere Güter. Krill: "Gut ausgebildete Fahrer wissen: Was schwer ist, ist deshalb nicht rutschfest." Die Innovationsbühne auf der IAA (Eingang Nord, gegenüber von Halle 26) mit überdachter Tribüne läuft täglich bis einschließlich 30. September von 9:30 bis 18:00 Uhr.

Eckehart Rotter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vda.de

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