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Weniger Strahlung bei Brustuntersuchung

03.05.2013
Siemens ist es gelungen, ein Gerät zu entwickeln, das Mammographie-Aufnahmen in der gewohnten Qualität, aber mit einer bis zu 30 Prozent geringeren Strahlendosis erstellt (im Vergleich zum Vorgängermodell).

Bei Mammographien ist eine niedrige Strahlendosis besonders wichtig, weil regelmäßige Reihenuntersuchungen zur Brustkrebsvorsorge (sogenannte Screenings) gesunde Frauen möglichst nicht belasten sollen.



Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. In Deutschland gibt es dazu ein Screening-Programm. Die Strukturen in der Brust absorbieren Röntgenstrahlung unterschiedlich stark und erzeugen auf dem Detektor ein Graustufenbild, in dem zum Beispiel Karzinome erkennbar sind.

Allerdings streuen Röntgenstrahlen auch an Strukturen in der Brust. Sie werden von ihrem geraden Weg durch die Brust abgelenkt und „verrauschen" das Röntgenbild, verschlechtern also dessen Qualität.

Um eine gute Bildqualität zu erhalten, blockiert bei bisher erhältlichen Mammographie-Geräten ein Streustrahlenraster vor dem Detektor alle schräg eintreffenden Strahlen. Weil aber eine Röntgenquelle kein paralleles Licht, sondern einen Kegel abstrahlt, trifft auch ein Teil der Informationen tragenden Primärstrahlung unter einen Winkel auf das Raster und wird blockiert. Diese Verluste müssen durch eine höhere Strahlendosis ausgeglichen werden.

Die neue Technologie des Geräts Mammomat Inspiration Prime Edition macht das Streustrahlenraster entbehrlich: Die gesamte Primärstrahlung trifft somit zu 100 Prozent auf den direkt-digitalen Detektor. Dabei verringert sich, je nach Dicke der untersuchten Brust, die Röntgendosis um bis zu 30 Prozent.

Gleichzeitig erkennt ein neuer, weltweit einzigartiger Algorithmus in der Mammographie die Streustrahlung, filtert sie rechnerisch heraus und sorgt für eine gleichbleibend hohe Bildqualität. (IN 2013.05.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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