Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Teleskop-Implantat gegen Sehbehinderung

20.07.2009
Technik soll bei Makuladegeneration eingesetzt werden

Eine neue spektakuläre Operationsmethode soll Menschen die unter Makuladegeneration leiden den Alltag erleichtern. Dabei wird ein winziges Teleskop, nicht größer als eine Erbse, in ein Auge des Patienten eingesetzt.

Danach sollen die Patienten wieder Gesichter erkennen und sogar lesen können, berichtet die New York Times. Das Symptom der Makuladegeneration, ein blinder Fleck im Zentrum des Blickfelds, wird durch das "Implantable Miniature Telescope" (IMT) abgeschwächt.

Das Bild wird im Auge vergrößert auf die Netzhaut geworfen, der blinde Fleck wird dadurch kleiner. Konnte jemand davor das Gesicht seines Gegenübers nicht mehr erkennen, soll nach der Operation beispielsweise nur noch die Nase im blinden Fleck verschwinden.

Als Brille wird die Teleskop-Technik bereits angewandt, die Vorrichtung als Implantat ist allerdings neu. Bei der Operation wird das Mini-Teleskop in ein Auge des Patienten eingesetzt, die Sicht des anderen Auges bleibt normal, so Allen W. Hill vom Hersteller VisionCare Ophthalmic Technologies in Kalifornien. Das operierte Auge soll danach genutzt werden, um zu lesen, Gesichter zu erkennen oder fernzusehen. Das andere Auge bietet weiterhin Orientierung bei der Fortbewegung. Für die Umstellung seien umfassende Therapiemaßnahmen notwendig. Nach ersten Bericht von Patienten sei es jedoch möglich, sich schnell an die neue Sicht anzupassen.

Bei der amerikanischen Food and Drug Administration läge bereits die Empfehlung vor, das Verfahren schnell zuzulassen. Visioncare erwartet die Genehmigung noch in diesem Jahr. In Europa könne die Operation bereits angewendet werden. Die neue Technik soll den üblicherweise älteren Menschen, die an Makuladegeneration leiden, Hoffnung geben, sich in ihrem Alltag wieder besser zurechtzufinden. Es sei jedoch bei weitem nicht jeder Patient für den Eingriff geeignet. Lediglich 20 von 100 könnten die Operation durchführen lassen, die Übrigen fallen zum Beispiel wegen der Form des Auges oder wegen Gleichgewichtsproblemen aus.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.visioncareinc.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise