Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens präsentiert Lösungen im Kampf gegen kardiovaskuläre Erkrankungen

29.08.2014
  • MRT-Applikation MyoMaps für Quantifizierung des Herzmuskelgewebes
  • Applikation für genaue und zuverlässige Myokardperfusion in der CT
  • Höhere Präzision in der molekularen Bildgebung

Unter dem Motto "More cardiology, less heartache" präsentiert Siemens auf dem diesjährigen ESC-Kongress neue Applikationen für eine genauere Diagnose bei kardiovaskulären Erkrankungen in Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Molekularer Bildgebung. Außerdem wird das universelle Angiographiesystem Artis one mit Premium-Merkmalen für die Kardiologie gezeigt.


Kontrolluntersuchung zwei Monate nach einer Herzmuskelentzündung mit MyoMaps auf MAGNETOM Skyra. (Copyright: Diagnostikum Berlin, Berlin, Deutschland)

Früherkennung von Herzmuskelerkrankungen mit MRT

Die Magnetresonanztomographie des Herzens, kurz Herz-MRT, liefert detaillierte Informationen über die Morphologie und Funktion des Herzens. In den aktuellen Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) wird sie als "Goldstandard" zur Diagnose und Behandlung von akutem und chronischem Herzversagen bezeichnet.

Gründe dafür sind vor allem die Genauigkeit der MRT bei der Messung von Volumen, Masse und Wandbewegung des Herzens sowie bei der Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik1. Siemens Healthcare präsentiert auf dem diesjährigen ESC-Kongress mit der Anwendung MyoMaps den nächsten Entwicklungsschritt in der Herz-MRT.

Als bisher einziger Hersteller bietet Siemens mit MyoMaps nicht nur die visuelle Befundung an, sondern auch die Mengenbestimmung – also die physikalische Quantifizierung – der Gewebeeigenschaften des Herzmuskels: MyoMaps ermöglicht, mikroskopische Veränderungen des Herzmuskelgewebes zu erfassen und als pixelbasierte, eingefärbte Abbildungen darzustellen.

So können diffuse Erkrankungen des Herzmuskels, Narbengewebe und Ödeme sehr früh im Krankheitsverlauf diagnostiziert und quantifiziert werden. Die Früherkennung und Mengenbestimmung von Eisenablagerungen im Herzen, die zu Herzinsuffizienz führen können, wird ebenfalls ermöglicht.

Basierend auf den Ergebnissen können Ärzte Herzerkrankungen früher diagnostizieren. So kann die Therapie von Herzpatienten eher begonnen werden als zuvor und der Krankheitsverlauf kann positiv beeinflusst werden. Die Applikation MyoMaps ist derzeit für die Scanner Magnetom Aera mit 1.5 Tesla und Magnetom Skyra mit 3 Tesla verfügbar – weitere Modelle sollen folgen.

Das komplette Spektrum der Myokardperfusion mit CT beurteilen

Im Bereich Computertomographie stellt Siemens auf dem diesjährigen ESC-Kongress die Applikation "Syngo.CT Cardiac Function – Enhancement" für die Myokardperfusion vor. Damit können die CT-Angiographie sowie die funktionale Beurteilung von Koronarläsionen durch Perfusionsbildgebung auf nur einer Modalität durchgeführt werden. Das ist komfortabler für den Patienten, ermöglicht dem Arzt eine schnellere Diagnose und spart Zeit. Zusammen mit dem CT-Scanner Somatom Force kann die Applikation besonders einfach in die tägliche Routine integriert werden, da er eine signifikant verbesserte räumliche Abdeckung des Herzens bietet.

Eine CT-Angiographie dient dazu, die Herzkranzgefäße (Koronararterien) zu untersuchen und Stenosen und damit Gefahren für die Durchblutung des Herzmuskels zu erkennen. Eine Beurteilung der Myokardperfusion soll dem Arzt wichtige Zusatzinformationen liefern, sodass er entscheiden kann, ob der Patient unter einer hämodynamisch relevanten Stenose leidet, die durch einen Eingriff im Herzkatheterlabor behandelt werden muss. Gerade bei Patienten mit einer mittelschweren Stenose ist dafür eine genaue und zuverlässige Diagnose notwendig, die nicht alleine auf Basis einer CT-Angiographie gestellt werden kann.

Hier kann der Arzt mit Hilfe der Auswertung durch "Syngo.CT Cardiac Function – Enhancement" und der Untersuchung am Somatom Force oder Somatom Definition Flash stellen: Er kann aus dem kompletten Spektrum der Myokardperfusion auswählen – egal ob es sich um das "first pass" enhancement zur qualitativen Identifizierung von Perfusionsdefekten, um das "late enhancement" zur Diagnose von narbig verändertem Gewebe oder um die quantitative Auswertung des myokardialen Blutflusses durch die dynamische Myokardperfusion handelt.

Höhere Präzision in der molekularen Bildgebung

Im Bereich der molekularen Bildgebung präsentiert Siemens Healthcare auf dem diesjährigen ESC-Kongress drei neue Applikationen für das PET/CT-System Biograph mCT. Mit Hilfe von "Phase Matching" kann bei PET/CT-Untersuchungen eine bessere Quantifizierung und Bildqualität als zuvor erreicht werden: So wird beispielsweise die Herzphase sowohl bei der PET- als auch bei der CT-Messung automatisch identisch dargestellt – so kann der Arzt beide Datensätze direkt mit einander vergleichen.

Die Applikation "Smart Autocardiac Registration" sorgt dafür, dass PET- und CT-Bilder anhand von anatomischen Orientierungspunkten automatisch ausgerichtet werden. So werden immer die richtigen Werte für die PET-Schwächungskorrektur verwendet – auch, wenn die CT- und die PET-Daten während unterschiedlicher Herzphasen aufgenommen worden sind. Bisher musste das manuell gemacht werden, was zu mehr Zeitaufwand und weniger reproduzierbaren Ergebnissen geführt hat.

"HD Cardiac" ist eine neue Applikation, die eine zweifach getriggerte Herz-PET-Aufnahme ermöglicht und eine Atem-Gating-Einheit überflüssig macht, die bisher für die atemabhängige Bestrahlung nötig ist. Das EKG-Gating wird dabei zusammen mit dem Atem-Gating durchgeführt. Eine zusätzliche Atem-Gating-Einheit neben dem EKG ist nicht nötig, da die Bewegung des Herzens, die durch die Atmung verursacht wird, durch die PET-Daten selbst korrigiert werden kann. So wird die durch die Atmungsbewegung verursachte Unschärfe in den Aufnahmen reduziert, außerdem können die PET-Aufnahmen besser visualisiert werden und die Patientenpositionierung vereinfacht werden.

Angiographiesystem mit Premium-Features für die Kardiologie

Weltweit sind minimal-invasive Prozeduren auf dem Vormarsch. In der Kardiologie geht es am Häufigsten um die Erweiterung verengter Herzkranzgefäße (Koronoarstenosen) oder die Revaskularisierung peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) sowie die Implantierung von Herzschrittmachern. Für alle diese Routineeingriffe hat Siemens Healthcare Artis one entwickelt und stellt es auf dem diesjährigen ESC-Kongress vor.

Das Angiographie-System ist ähnlich flexibel zu positionieren wie deckengehängte Systeme – und das bei deutlich geringerem Platzbedarf: Artis one kommt mit nur 25 Quadratmetern aus, gegenüber üblicherweise 45 Quadratmetern bei deckengehängten Systemen. Es verfügt über mehrere Achsen, die unabhängig voneinander bewegt werden können. So können Arzt und klinisches Personal einfach die passende Positionierung des Systems für jede Prozedur wählen – egal, ob der Arzt, wie etwa bei Koronaruntersuchungen, rechts vom Patienten steht oder links, wie im Fall von Schrittmacher-Implantationen.

Mit Clearstent Live ist Artis one zudem mit einem Feature ausgestattet, das bisher nur für die Premiumfamilie Artis Q und Artis Q.zen verfügbar war. Diese Applikation für die Kardiologie eliminiert die Bewegungen des schlagenden Herzens und ermöglicht so dem Arzt den Stent passgenau zu platzieren. Das Feature HeartSweep nutzt die zweifache Achsen-Rotation des Systems und ermöglicht die Aufnahme sämtlicher kardiologischer Standardprojektionen in einer einzigen Bewegung des C-Bogens. Für diese Aufnahme sind nur fünf Sekunden und eine einzige Kontrastmittelinjektion nötig.

Weitere Informationen zum ESC unter: www.siemens.com/presse/esc2014

1 McMurray-EurJHeartFail-14-803

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informations-technologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 52.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2013 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 2,0 Milliarden Euro. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/healthcare

Die hier genannten Produkte/Funktionen sind in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinproduktrechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens-Organisation vor Ort erhältlich.

Reference Number: HIM201408029d

Ansprechpartner

Frau Kathrin Palder
Sektor Healthcare

Siemens AG

Henkestr. 127

91052  Erlangen

Tel: +49 (9131) 84-5337

Kathrin Palder | Siemens Healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie