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Patientenschonende Behandlung von Myomen

04.03.2011
Siemens-Applikation Syngo Embolization Guidance erleichtert minimal-invasive Behandlung von Tumoren

Siemens Healthcare hat Syngo Embolization Guidance um Funktionen erweitert, die die minimal-invasive Embolisation gutartiger Tumore, wie Myome, erleichtern und beschleunigen. Die neue Version der Bildgebungssoftware hilft die Behandlung zu planen, unterstützt ihre Durchführung und ermöglicht den Erfolg zu überprüfen.

Da Syngo Embolization Guidance die Intervention im Vergleich zu bisherigen Embolisationsverfahren beschleunigen kann, lässt sich sowohl Kontrastmittel als auch Dosis sparen und damit der Verschluss der myom-versorgenden Gefäße patientenschonender als üblich durchführen.

Mit Hilfe der neuen Version von Syngo Embolization Guidance von Siemens kann der Arzt sowohl das Myom als auch die den Tumor versorgenden Gefäße auf den prä-interventionellen CT (Computertomograf)- oder MR (Magnetresonanztomograf)-Aufnahmen markieren. Die Software berechnet automatisch das Tumorvolumen sowie den Zugangspfad des Katheters zum Myom und zeigt beides im 3D-Planungsbild an. Wird diese Darstellung während der Intervention auf das Live- Durchleuchtungsbild gelegt, kann der Radiologe den Katheter leichter als bisher führen und weitgehend auf Kontrastmittel verzichten, da der Pfad bereits im 3D-Bild markiert und segmentiert ist. Damit trägt Syngo Embolization Guidance dazu bei, Myome patientenschonender als bisher zu behandeln.

Myome (Uterusleiomyom) sind gutartige Verdickungen der Gebärmutter-Muskelschicht. Das Robert-Koch-Institut erläutert in seiner Gesundheitsberichterstattung des Bundes aus dem Jahr 2007, dass Myome gehäuft ab dem 35. Lebensjahr bei circa einem Drittel aller Frauen unseres Kulturkreises auftreten1.

Das traditionelle Verfahren in der Myombehandlung ist die chirurgische Entfernung der Tumore im Rahmen einer Operation. Daneben hat sich in den letzten Jahren ein neues minimal-invasives Verfahren zum Verschluss von Blutgefäßen etabliert: die Embolisation. Dabei wird ein Katheter über einen sehr kleinen Zugang - meist in der Leistenregion - in das Blutgefäß-System der Patientin eingeführt und zum Tumor vorgeschoben. Die Katheternavigation entlang der Blutbahn erfolgt unter fluoroskopischer Kontrolle. Das heißt, die 2D-Bildgebung eines Angiographiesystems zeigt die Lage des Katheters im Patientenkörper am Bildschirm an, wobei das Kontrastmittel hilft, die Untersuchungsregion gegenüber der Umgebung abzuheben. Dabei ist es wichtig, den Katheter in eine Position zu bringen, von der aus die den Tumor versorgenden Gefäße verschlossen werden können. Nun wird ein Embolisat, zum Beispiel sehr kleine Kunststoffpartikel, direkt in die myom-versorgenden Gefäße gespritzt, bis die Blutzufuhr für den gutartigen Tumor gestoppt ist. Da die Versorgung mit nötigen Nährstoffen und Sauerstoff ausbleibt, verkleinern sich die Myome und sterben schließlich ab.

Das hier genannte Produkt/Die Funktion ist noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

1 Robert Koch-Institut, Hg: Heft 37 Gebärmuttererkrankungen, aus der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes", Berlin Januar 2007

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

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