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Medizintechnologie, Informationstechnologie, Infrastruktur und Servicekonzepte

13.10.2008
Siemens präsentiert auf der Medica 2008 die Zukunft des Gesundheitswesens mit durchgängigen Angeboten für alle Bereiche

Auf der Medica 2008, die vom 19. bis 22. November 2008 in Düsseldorf stattfindet, wird Siemens sein komplettes Portfolio für die Gesundheitsbranche präsentieren.

Eine vollständig integrierte Medizintechnik vom einzelnen Gerät bis hin zur Unternehmensebene – im Gesundheitswesen wird diese Anforderung mittlerweile zum Standard. Deshalb hat Siemens Healthcare den Anspruch, das beste integrierte Gesundheitsunternehmen der Welt zu sein. Durch die Verbindung von Diagnostik und Therapie, Infrastrukturkonzepten, Informationstechnologie sowie Servicekonzepten, kann Siemens Lösungen bieten, die den kompletten medizinischen Versorgungsprozess abdecken. Außerdem sind diese Lösungen skalierbar, vom Labor bis zur Unternehmenssteuerung. Der Fokus von Siemens ist dabei die nahtlose Integration.

Highlights auf der Medica 2008

Die neuesten Magnetresonanzsysteme mit der Tim (Total imaging matrix)-Technologie stärken die Vorreiterrolle von Siemens in der Magnetresonanztomographie (MRT). Der MAGNETOM ESSENZA mit 1,5 Tesla Feldstärke erfüllt die Kundenanforderungen einer kostengünstigen, und hochqualitativen Diagnostik mit Hilfe der MRT. Der Magnetom Verio ist das weltweit erste 3-Tesla- MRT-System mit einem 70 cm-Bore. Die Bauweise des Gerätes sorgt für deutlich mehr Patientenkomfort, erleichtert die Untersuchung von adipösen und klaustrophoben Patienten oder macht sie sogar erst möglich. Die einzigartige, von Siemens entwickelte Tim-Technologie liefert eine besonders gute Bildqualität, einen höheren Patientenkomfort und einen optimierten Arbeitsablauf. Seit der Einführung der Tim-Technologie im Jahr 2003 wurden damit weltweit bereits mehr als 3.500 MRT-Systeme mit Tim verkauft.

Mit dem Somatom Definition AS (Adaptiver Scanner) hat Siemens erstmals einen Computertomographen entwickelt, der sich allen Patienten und medizinischen Anforderungen anpasst. Das System ist für die Routinediagnostik ebenso geeignet wie für komplexe Untersuchungen, zum Beispiel in der Neurologie oder Kardiologie. Auch in Notfallsituationen ist das System ideal, wenn es etwa um die schnelle Diagnostik bei Unfall-, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten geht. Dabei lassen sich selbst unterschiedlichste Patientengruppen wie korpulente Menschen, Klaustrophobiker oder Kinder schnell und sicher untersuchen. Mit dem Adaptiven Dose Shield lässt sich klinisch irrelevante Überstrahlung vor und nach einem Spiral- Scan unterbinden. So kann die für eine Untersuchung absolut notwendige Röntgendosis noch weiter verringert werden. Den Einstieg in die digitale Radiographie ermöglicht Multix Swing, ein Röntgengerät mit einem mobilen Flachdetektor, der flexibel wie eine Kassette, aber dennoch leichter zu handhaben ist: Der Detektor lässt sich aus dem Tisch herausnehmen und direkt unter oder neben den Patienten setzen. Aufnahmen, die mit einem fest integrierten Detektor nicht oder nur schwer möglich sind, wie etwa laterale Aufnahmen der Hüfte, sind nun problemlos machbar. Außerdem können Patienten mit Bewegungseinschränkungen zum Beispiel aus einem Rollstuhl ohne Umlagern geröntgt werden. Deutlich weniger Arbeitsschritte, schnell zur Verfügung stehende Bilder in bester Bildqualität und keine Kosten für Verbrauchsmaterial ermöglichen den wirtschaftlichen Einsatz des Systems auch bei geringerem Patientenaufkommen.

SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography)-Bildgebung mit “Intelligenz” ist der nächste große Trend in der Nuklearmedizin. Die Gammakamera Symbia von Siemens bekommt dazu ein neues Feature, IQ•SPECT, das bei Untersuchungen des Herzens Aussagen zur Perfusion in nur fünf Minuten liefern soll. Zusätzlich kann während der Untersuchung die CTSchwächungskorrektur berechnet und ein Calcium Scoring durchgeführt werden. Derzeit dauern Perfusionsstudien des Herzens mit SPECT-Systemen durchschnittlich etwa 15 bis 20 Minuten. Das Acuson S2000 ist das erste Ultraschallsystem einer vollkommen neuen Produktgeneration.

Es erlaubt den Einsatz innovativer Bildgebungsverfahren wie Virtual Touch Imaging zur qualitativen und quantitativen Beurteilung der Gewebesteifigkeit. Dadurch lassen sich invasive oder aufwändige Verfahren in der Leber- oder Mammadiagnostik reduzieren und Kosteneinsparungen erzielen. Ein breites Leistungsspektrum für die internistische und kardiologische Bilddiagnostik sowie Anwendungen in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde einschließlich 4D-Volumenbildgebung bietet die neue Generation des Acuson X300 Premium Edition. Für die Gynäkologie und Geburtshilfe haben die Systeme Acuson S2000, Acuson Antares und Acuson X300 Premium Edition alles, was der Arzt in der Praxis benötigt: von Screening über Diagnose und Therapie bis hin zu Nachsorge.

Im Rahmen seines Customer Care. Life Programms hat Siemens den proaktiven Fernüberwachungsservice Guardian Program um TubeGuard erweitert. TubeGuard kann die Restlebensdauer des Röntgenstrahlers in den Somatom Definition CT-Systemen kontinuierlich bestimmen und melden, wo ein Röntgenstrahler demnächst ausfallen könnte. Damit wird das Risiko von Systemausfällen deutlich gemindert und Abläufe lassen sich besser planen. Die syngo Portal-Lösungen unterstützen den effizienten Workflow bei diagnostischen und administrativen Prozessen rund um die Radiologie. Dem Radiologen werden im Portal Radiologist rollenbasiert relevante Arbeitslisten, Bilder, Befunde und weitere klinische Informationen angeboten – und zwar genau dann, wenn er sie braucht. Mit Hilfe des syngo Portal Referring Physician kann ein überweisender Arzt bequem von seinem Computer aus für seinen Patienten einen Untersuchungstermin in einer Klinik oder in einer radiologischen Praxis vereinbaren. Die Ergebnisse erhält er unmittelbar nach der Befundung durch den Radiologen auf digitalem Wege ebenfalls im gleichen Portal – und das oftmals am selben Tag.

Kooperative Versorgungsformen, wie sie heute im Gesundheitswesen zunehmend wichtiger werden, funktionieren nicht ohne eine gemeinsame Kommunikationsplattform. Die Health Information Exchange-Lösungen von Siemens ermöglichen, dass die behandelnden Leistungserbringer ohne Medienbrüche über Institutions- und Sektorengrenzen hinweg kommunizieren können. So lassen sich zum Beispiel Behandlungsprozesse besser aufeinander abstimmen oder freie Kapazitäten in Kooperationen besser auslasten. Vorhandene Primärsysteme werden nicht ausgetauscht, sondern mit der Software Soarian Integrated Care (Soarian IC) miteinander vernetzt. Kernelement von Soarian IC ist eine arztgeführte elektronische Patientenund Fallakte, mit der medizinische Leistungserbringer auf sämtliche relevante Behandlungsdaten und Dokumente zugreifen können. In die Lösungen integriert ist ein umfassendes Berechtigungsund Datenschutzkonzept; der Patient muss der Nutzung seiner Daten vorher zustimmen. Siemens bietet außerdem ein breites Spektrum an Krankenhaus-Informationssystemen (KIS): Dazu zählen internationale Produkte, wie Soarian mit integrierter Workflow- und Rules-Engine, und i.s.h.med, das in SAP for Healthcare integriert ist, aber auch medico//s, ein KIS mit eigener administrativer Komponente und Fokus auf den deutschsprachigen Raum. Außerdem wird Siemens auf der Medica 2008 Management-Informationssysteme (MIS) präsentieren, wie den Management Explorer (MEX) und i.c.m.health. Als administrative Komponente für klinische Systeme wird die SAP-Branchenlösung „SAP for Healthcare (IS-H)“ vorgestellt.

Dabei ist besonders die Lösung SAP Ambulatory Care Management mit dem Abrechnungssystem amasys hervorzuheben, die zertifizierte Lösung zur elektronischen Abrechnung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Diese Software wird mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zum 1. Januar 2009 besonders relevant für die Leistungserbringer. Auf der Medica 2008 wird Siemens außerdem einen Überblick über sein gesamtes Portfolio sowie seine Strategie für die medizinische Labordiagnostik geben. Zusätzlich werden mehrere Lösungen für das Zentrallabor und den Point of Care vorgestellt. Bei der Gebäudeautomatisierung legt Siemens auf der Medica 2008 den Schwerpunkt auf seine ganzheitlichen Gebäudelösungen Total Building Solutions.

Gezeigt werden unter anderen eine Automatisierungslösung für Operationsräume (OP), die zum Beispiel eine Integration eines medizinischen Gasmanagementsystems, - eines Systems für die Verteilung von Gasen im OP - eines Drittanbieters enthält. Das ermöglicht beispielsweise einen komfortablen und sicheren Anlagenbetrieb und reduziert Schnittstellen. Im Showcase Digitales Krankenhaus können sich Messebesucher darüber informieren, wie durch Gebäudetechnik Patientenzimmer komfortabler werden. Ebenfalls zu sehen ist, wie sich per RFID-Technologie beispielsweise Demenzkranke zu Ihrer eigenen Sicherheit orten lassen. Ebenso gesichert werden können mobile Geräte wie Notebooks oder Maschinen zur Überwachung von Vitalwerten. Dies schützt vor Diebstahl und spart Zeit, da das Personal jederzeit weiß, wo sich die Geräte befinden. Der persönlichen Assistent ESPRIMO MA, ein mobiles Informations- und Kommunikationsgerät, ist speziell für die Krankenhausumgebung entwickelt worden. Der robuste, 1,3 kg leichte Tablet PC ist am Krankenbett oder im Untersuchungsraum einsetzbar. Das lüfterlose, IP 54- zertifizierte und leicht zu desinfizierende Gehäuse schützt sensible Daten; das berührungsempfindliche 10.4-Zoll Display ermöglicht eine unkomplizierte Dateneingabe per Stift. Dank integrierter High-Speed-Konnektivität (WLAN, 3G/UMTS) sind Untersuchungsdaten jederzeit verfügbar – zur Dokumentation des Patientenzustands vor Ort und zum Abgleich mit früheren Ergebnissen.

Unter dem Motto „Unified Communications@Healthcare“ stellt Siemens mehrere Lösungen zur Erleichterung der Kommunikation im Krankenhaus vor. Dazu zählt HiMed V.8, eine neue Version der bewährten Klinik-Kommunikationslösung. HiMed V.8 kann mit OpenScape Voice (ehemals HiPath 8000) betrieben werden. Damit stehen Krankenhäusern die strukturellen und wirtschaftlichen Vorteile der softwarebasierten Kommunikation über IP und alle Möglichkeiten von Unified Communications zur Verfügung. HiMed bietet dem Personal auf die Prozesse in Krankenhäusern zugeschnittene Kommunikationsanwendungen. Zudem ermöglicht die Lösung einfach verwaltbare Unterhaltungs- und Kommunikationsdienste für Patienten. Siemens stellt drei seiner E-Health-Lösungen vor. Das Integrated Care Monitoring beinhaltet die Infrastruktur und Plattform für den Austausch von Informationen zwischen Ärzten/Krankenhäuser und den Kostenträgern, wie der Krankenkasse. Dies führt zu mehr Transparenz bei integrierten Versorgungsverträgen bezüglich Behandlungen, Patienten und Budgets. Siemens demonstriert dazu den datenschutzkonformen Anschluss von Praxisverwaltungssystemen offline, online mit elektronischer Gesundheitskarte und online mit Biometrie live auf der Messe. Die Lösung e- Medication verhindert beim Apothekenbesuch unnötige Verschreibung von Medikamenten und vermeidet deren Wechselwirkungen. Bei doppelt verschriebenen Medikamenten oder wenn unerwünschte Wechselwirkungen auftreten, schlägt das System Alarm und der Apotheker kann die Medikation rechtzeitig ändern. Das E-Health-Portal dient als zentrale Plattform für Gesundheitsprozesse.

Als einer der führenden Anbieter von Finanzlösungen im Gesundheitswesen finanziert Siemens Equipment, Infrastruktur und dazugehörige Services aus einer Hand. Flexible Modelle schaffen den notwendigen Freiraum für Investitionen und Projekte jeder Größenordnung. Maßgeschneiderte Leasingangebote stehen für Systeme und Lösungen der Siemens AG, aber auch für Drittkunden zur Verfügung.

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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