Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ganzer Lungenflügel erfolgreich via Schlüsselloch-OP entfernt

03.08.2012
Freiburger Thoraxchirurgen wagen als erste in Baden-Württemberg diesen Eingriff

Am Universitätsklinikum Freiburg ist zum bisher ersten Mal in Baden-Württemberg ein ganzer Lungenflügel minimal-invasiv entfernt worden.

Prof. Dr. Bernward Passlick, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Thoraxchirurgie, operierte mit seinem Team einen an Lungenkrebs leidenden Patienten. Einzelne Lungenlappen sind in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer wieder via Schlüsselloch-Operation entfernt worden, doch die Entnahme ganzer Lungenflügel ist bisher die absolute Ausnahme geblieben.

„Für den Arzt ist dieser Eingriff zwar eine Herausforderung, der Patient profitiert aber sehr von dieser Operationsmethode, gerade wenn er ohnehin geschwächt ist und an Vorerkrankungen leidet, wie der von uns behandelte 62-jährige, und die Erhaltung einzelner Lungenlappen ausgeschlossen ist“, erklärt Prof. Passlick. Anstelle von 25 Zentimeter misst der Schnitt des Chirurgen nur fünf Zentimeter und auf die Spreizung der Rippen kann er ebenfalls verzichten. Außerdem lässt sich durch das schonende Verfahren die Zahl der Lungenentzündungen und anderer Komplikationen vermindern.

Jahrelange Erfahrung mit Operationen am Atmungsapparat ist allerdings Voraussetzung für den Erfolg der zweieinhalb Stunden dauernden Operation. Der zu entfernende Lungenflügel muss noch im Körper sicher in einem Plastiksack verpackt werden, damit die Wundränder nicht mit Tumorzellen in Kontakt kommen, was zur Bildung von Metastasen führen könnte.

Viel Know-how und Konzentration verlangt zudem die Abtrennung des Organs von der Lungenschlagader. All dies hat der von Prof. Passlicks Team versorgte Patient gut überstanden. „Wir konnten ihn in ausgezeichnetem Zustand in die Reha entlassen“, bekundet der Operateur. Möglich ist die minimal-invasive Entfernung eines ganzen Lungenflügels allerdings nur, wenn der Tumor eine Größe von fünf Zentimetern nicht überschreitet.

Kontakt:
Prof. Dr. Bernward Passlick
Ärztlicher Direktor
Abt. Thoraxchirurgie
Tel.: 0761 -270-24550
E-Mail: bernward.passlick@uniklinik-freiburg.de

Doreen Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Gefäßprothesen aus dem Bioreaktor
19.02.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Neue Studienergebnisse zur Tiefenhyperthermie-Behandlung
15.02.2018 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics