Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geprüft für Herz und Nieren – und den ganzen Körper

09.03.2007
Siemens-Forscher haben die Einsatzmöglichkeiten der Software syngo DynaCT in der interventionellen Radiologie erweitert

Um eine Gehirnblutung stoppen zu können, muss der Radiologe schnell und auf unkompliziertem Weg erkennen, wo sich diese befindet. Die Software syngo DynaCT unterstützt ihn dabei: Sie liefert dem Mediziner auch während einer Intervention Weichkontrastdarstellungen. Die Bilder, die an angiographischen CBogen- Systemen erstellt werden, ermöglichen Weichteildifferenzierungen wie eben beispielsweise vom Gehirn.

Entwickler von Siemens Medical Solutions haben die Software seit ihrer Markteinführung 2004 kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Einsatzmöglichkeiten erweitert. Neben neuroradiologischen Aufnahmen können die Mediziner mit syngo DynaCT nun auch millimetergenaue Bilder aus dem gesamten Körper erstellen. Zudem ließen sich die Rekonstruktionszeiten der Aufnahmen auf unter eine Minute reduzieren. Siemens Medical Solutions zeigte syngo DynaCT auf dem European Congress of Radiology (ECR) 2007 in Wien. Die Software liefert dem Mediziner während der Intervention detailgetreue Schnittbilder.

Er muss dafür also nicht den Angiographie-Raum verlassen und den Patienten umlagern, um ihn zum Röntgen zu bringen. Das spart Zeit, vereinfacht den Workflow und macht die Untersuchung für den Patienten selbst auch angenehmer und stressfreier. Die Bilder selbst stellen für den interventionellen Radiologen eine wichtige Entscheidungshilfe bei verschiedenen Interventionen dar. Syngo DynaCT bietet dem Mediziner beispielsweise Bilder bei der Embolisation von Tumoren. Die feinen Gefäße, die den Tumor versorgen, lassen sich problemlos erkennen und können gezielt embolisiert werden. Zudem liefert syngo DynaCT wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Tumors. Nach der Embolisation kann der interventionelle Radiologe anhand der Software prüfen, ob sich das Embolisat in der gewünschten Weise in den Gefäßen verteilt hat. Durch dieses erweiterte Anwendungsspektrum hat sich syngo DynaCT von einer Applikation für die Neuroradiologie zu einer Applikation für den ganzen Körper entwickelt.

... mehr zu:
»DynaCT »Radiologe

Die Entwickler von Siemens Medical Solutions haben syngo DynaCT nicht nur vielfältiger gemacht, sondern auch schneller. Sie konnten die Rekonstruktionszeiten von klinischen Aufnahmen von ehemals bis zu sieben Minuten auf jetzt unter eine Minute reduzieren. Dieser Zeitvorteil kann Leben retten: Um beispielsweise innere Blutungen zu stoppen, ist es entscheidend, dass der interventionelle Radiologe das Auftreten einer Blutung so bald wie möglich aufdeckt. Der Mediziner erhält also Informationen, die ihm bei einem Eingriff unentbehrlich sind, innerhalb einer Minute – ohne dass der Patient dabei umgelagert werden muss und wieder kostbare Zeit verstreicht. So lässt sich das Risiko bei einigen Interventionen deutlich minimieren.

„Unsere Erfahrungen mit syngo DynaCT fallen extrem positiv aus. Wir denken, dass diese Technologie ein Meilenstein der Innovation in diesem Bereich ist – sie hat unglaublich große Auswirkungen auf unsere tägliche Arbeit. Früher mussten wir intubierte Patienten zu den Scannern bringen. Aber jetzt, mit unserem neuen syngo-DynaCTSystem sind wir in der Lage, direkt am Operationstisch zu entscheiden, ob ein Eingriff notwendig ist. Dieser Vorteil kann in der Tat Leben retten“, sagte Dr. Saruhan Cekirge, interventioneller Radiologe an der Hacettepe Universität in Ankara, Türkei. „Viele unserer Kunden haben syngo DynaCT schon fest in ihre Prozesse der interventionellen Radiologie integriert und können sich die Applikation nicht mehr aus ihrem Arbeitsalltag wegdenken. Wir wollten, dass sie syngo DynaCT bei sämtlichen Anwendungen nutzen können – also haben unsere Entwickler die Einsatzmöglichkeiten erweitert und verbessert. Damit behauptet syngo DynaCT seinen Platz in der interventionellen Radiologie“, sagte Dr. Norbert Gaus, Leiter des Geschäftsgebiets Angiographie, Durchleuchtung und Radiographie bei Siemens Medical Solutions.

Für den Einsatz von DynaCT eignen sich alle Angiographiesysteme mit Flachdetektoren von Siemens. Während die Applikation beim Axiom Artis dFA DynaCT in einem monoplanen System zur Verfügung steht, kann sie der Arzt beim Axiom Artis dBA DynaCT auch in einer biplanen Anlage und beim Axiom Artis dTA DynaCT in einem deckengehängten System nutzen. Eine Nachrüstung bereits installierter Artis-Systeme ist möglich. DynaCT hat für die USA die Zulassung der Gesundheitsbehörde (FDAClearance) erhalten.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Elisabeth Pöhlmann | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: DynaCT Radiologe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Vollautomatisierter Virusnachweis in der Blutspende
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Präzisionsbestrahlung bei Prostatakrebs: HYPOSTAT-Studie wird ausgeweitet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik