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Erster Hubschrauber-Einsatz mit mobiler Herz-Lungen-Maschine

20.06.2008
48-jährige Patientin gerettet

Dank dem Einsatz der neuen mobilen Herz-Lungen-Maschine LIFEBRIDGE B2T konnte einer Patientin die lebensrettende Verlegung vom Klinikum Coburg in das Universitätsklinikum Würzburg ermöglicht werden. Die Patientin wurde noch im Klinikum Coburg an die portable Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Ihr Herz-Kreislaufsystem konnte somit während des Transports im Hubschrauber künstlich aufrecht erhalten werden. Nur so konnte die notwendige Weiterbehandlung in der Universitätsklinik durch das Ärzteteam um Prof. Dr. Rainer Leyh erfolgen.

Aufgrund des sich dramatisch verschlechternden Zustands einer Patientin mit Herzmuskelentzündung entschieden sich die behandelnden Ärzte im Klinikum Coburg am 15. Juni 2008 für eine Verlegung der Patientin in das Universitätsklinikum Würzburg. Eine reguläre Verlegung der schwerstkranken Person kam nicht in Frage. Dass sie dennoch nach Würzburg geflogen werden konnte, ist der LIFEBRIDGE B2T zu verdanken, einer voll mobilen und kompakten Herz-Lungen-Maschine, die Ärzte und Patientin auf dem Luftweg begleitet hat.

"Eine Verlegung hätte die Patientin ohne die LIFEBRIDGE nicht überlebt", so Prof. Dr. Rainer Leyh, Leiter der Herzchirurgie im Universitätsklinikum Würzburg. Die Patientin befand sich bereits im kardiogenen Schock, einem lebensbedrohlichen Zustand. Nur der sofortige Anschluss der Patientin an eine Herz-Lungen-Maschine verhinderte ein Multi-Organversagen, das meist tödlich endet. Die nächste erreichbare Herz-Lungen-Maschine war in diesem Fall im Klinikum Würzburg. Das CE-zertifizierte System LIFEBRIDGE B2T konnte aufgrund des niedrigen Gewichts und der geringen Größe mühelos von den Ärzten in Würzburg in den Hubschrauber der HDM Luftrettung gGmbH geladen und sofort zur Patientin nach Coburg geflogen werden.

Oberarzt Dr. Lange aus der Würzburger Universitätsklinik schloss das System vor Ort sofort an die Patientin an. So konnte ihr der lebensrettende Transport zurück an die Universitätsklinik am unterfränkischen Regierungssitz ermöglicht werden. "Für eine moderne, auf das Überleben des schwerstkranken Patienten ausgerichtete Versorgung war die Investition in LIFEBRIDGE unerlässlich", so Prof. Leyh weiter.

Ein Intensivtransport mit laufender Herz-Lungen-Maschine ist eine extrem hohe logistische, personelle und fachliche Herausforderung, die in Teamarbeit zwischen dem Klinikum Coburg und den Kollegen in Würzburg Hand in Hand erfolgreich geleistet wurde. Um für die Patienten einen höchstmöglichen medizinischen Standard zu gewährleisten, wurde am Klinikum Würzburg eine spezielle Arbeitsgruppe aus der Herzchirurgie (Prof. Dr. Rainer Leyh), der Anästhesieologie (Prof. Dr. Norbert Roewer) und der Kardiologie (Prof. Dr. Georg Ertl) ins Leben gerufen. Die Kombination aus erfahrenen Ärzten und innovativer Technik im Universitätsklinikum hat nun schon einer Patientin das Leben gerettet und soll auch in Zukunft sicherstellen, dass die Region von diesem Know-how profitiert. So können weitere Leben erhalten werden. Innovationen, wie die LIFEBRIDGE B2T, sind für führende Krankenhäuser ein echte Investition in die Zukunft: "Wir sind nun in der Lage, auch schwerstkranke Patienten von Krankenhäusern der Grundversorgung zu übernehmen und hier weiter zu behandeln. Dadurch stärken wir die medizinische Versorgung in der Region Nordbayern", so Prof. Leyh abschließend.

Volker Fischer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.klinik.uni-wuerzburg.de

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