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Alzheimer: Scans zeigen Proteinansammlungen auf

19.09.2013
Frühzeitig einsetzbare Tests und schnellere Medikamentengabe als Ziel

Richtungsweisende Darstellungen des Gehirns, die Ansammlungen von zerstörenden Proteinen in Zusammenhang mit Alzheimer sichtbar machen, haben Wissenschaftler des National Institute of Radiological Sciences entwickelt. Damit könnten neue Verfahren zur Diagnose dieser Krankheit und Tests zur Wirksamkeit von Medikamenten möglich werden.


Gehirnscan: frühere Diagnose von Alzheimer denkbar (Foto: cell.com/neuron)

Protein Tau hauptverantwortlich

Laut dem im Fachmagazin Neuron beschriebenen Verfahren lassen sich im Gehirn eines lebenden Menschen Klumpen des Proteins Tau sichtbar machen, das in einem engen Zusammenhang mit Alzheimer steht. Alzheimer stellt die Forschung bei der Entwicklung von Heilungsverfahren vor Probleme. Das Gehirn beginnt Jahre vor dem Sichtbarwerden erster Symptome abzubauen.

Die Forscher arbeiten daran, dass Medikamente bereits bei ersten Frühindikatoren verabreicht werden können. Eine Diagnose kann erst nach dem Tod mit absoluter Sicherheit erstellt werden, wenn das Gehirn untersucht worden ist. Gleichzeitig ist nicht mit absoluter Sicherheit geklärt, was die Ursache und was nur Symptome dieser Krankheit sind.

Detaillierte 3D-Bilder geben Einblick

Das Protein Tau steht in enger Verbindung mit Alzheimer. Ansammlungen dieses Proteins gelten als eine der Ursachen für das Absterben von Gehirnzellen. Das Team um Makoto Higuchi nutzte die Positronen-Emissions-Tomografie, um 3D-Bilder von Tau im Gehirn herzustellen. Die Wissenschaftler entwickelten eine Chemikalie, die sich an das Protein anbindet und während eines Gehirnscans identifiziert werden kann.

Tests mit Mäusen und möglichen Alzheimerpatienten haben ergeben, dass das Verfahren Tau wirklich erkennbar machen kann. Laut Higuchi befinden sich die Forschungen noch in einem frühen Stadium. Sie könnten jedoch eines Tages zu einem Test für Alzheimer führen. Zusätzlich könnte es möglich werden, die Auswirkungen von Medikamenten auf Tau genau zu beobachten.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.nirs.go.jp/ENG
http://www.cell.com/neuron

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