Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alle Bilder auf einen Blick

09.09.2009
Neue Software für die MR-Brustbildgebung erleichtert Diagnosen und Biopsien

Siemens Healthcare eröffnet Radiologen mit einer neuen Befundungssoftware für Brustbildgebung in der Magnetresonanztomographie (MR) neue Möglichkeiten in der Frauenheilkunde.

Die Befundungssoftware Syngo BreVis zeigt auf einen Blick alle Untersuchungsergebnisse einer Patientin – so etwa neben Magnetresonanz- auch Ultraschall- oder Röntgenbilder – was mit der bisherigen Technik nicht möglich war. Ergänzend kann der Arzt mittels der ebenfalls neuen Interventionssoftware Syngo BreVis Biopsy im Bedarfsfall sofort eine Biopsie planen und ausführen. Dies erfolgt weitgehend automatisch gesteuert und wesentlich schneller als bisher. Somit ist diese einfache und effiziente Anwendung für Patienten und Anwender ein großer Fortschritt.

Durch die hohe Anzahl an Bildern stellt die MR-Brustbildgebung besondere Anforderungen an die Befundungs-Software. Dieser Herausforderung stellt sich Siemens mit der kontinuierlichen Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen. Die jüngste Innovation im Bereich der MR-Brustbildgebung ist hier etwa der Brustscanner Magnetom Espree - Pink sowie eine umfangreiche Palette an Anwendungen speziell für die MR-Brustbildgebung. Diese wurden nun um die speziellen Softwarelösungen Syngo BreVis und Syngo BreVis Biopsy erweitert. Die sogenannten Syngo-Arbeitsplätze (englisch Workplaces) unterstützen diese beiden neuen Lösungen computergestützer Diagnose-Tools.

Der Syngo Brevis Workplace ist eine flexible Hard- und Softwarelösung, die einfach in der Handhabung ist und gleichzeitig eine effiziente Befundung ermöglicht. Der Arzt kann sich zur Erstellung seiner Diagnose auf einem Bildschirm gleichzeitig Magnetresonanzbilder und ergänzend auch Ultraschall- oder Röntgenaufnahmen ansehen, alle diese Aufnahmen vergleichen und individuell weiterverarbeiten. Der Syngo Brevis Workplace ermöglicht weitgehend automatische Berichterstellung, elastische Bildkorrektur der Daten bei eventueller Bewegung der Patientin, farbliche Darstellung von dynamischen Bildinformationen und die Berechnung von Läsionsvolumen. Da der Befundungsbericht von Syngo Brevis auf der BI-RADS-Klassifikation beruht, werden die Befundungsabläufe nochmals optimiert. Dieses Breast Imaging Reporting and Data System (BI-RADS) ist eine weltweit akzeptierte Klassifikation von Brustläsionen bei der Befundung und wurde vom American College of Radiology (ACR) erstellt.

Der Workplace Syngo Brevis Biopsy bietet dem Arzt ein intuitives sowie schnelles und genaues Mittel zur Planung und Durchführung von Biopsien. Die Software berechnet automatisch die Koordinaten des Brustgewebes, das entnommen werden soll. Alle Komponenten tragen dazu bei, dass der Eingriff einfacher und schneller als bisher durchgeführt werden kann, ein Vorteil sowohl für die Patientin als auch für den Untersuchenden.

Die neuen Softwarelösungen wurden von MeVis in enger Abstimmung mit Siemens entwickelt. Sie sind Teil des dedizierten MR-Brustscanners Magnetom Espree - Pink und auch für alle anderen Magnetom-Geräte von Siemens erhältlich. „Neben der bekannt hohen diagnostischen Zuverlässigkeit unserer Software-Applikationen zeichnet sich diese spezielle MRT-Lösung durch eine außergewöhnlich hohe klinische Prozesseffizienz aus“, sagt Dr. Carl J.G. Evertsz, CEO der MeVis Medical Solutions AG. „Mit der neuen Syngo BreVis Befundungs-Software ist ein großer Schritt in Richtung echter multimodaler Diagnostik gelungen.“

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden als einziges Unternehmen Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2008 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro und ein Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro.

Bianca Braun | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare
http://www.siemens.com/med-bilder/MR-Brevis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mikroskopie der Zukunft
22.05.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Markerfreies Verfahren zur Schnelldiagnose von Krebs
22.05.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics