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3D-Echtzeit-Ultraschall in einem Herzschlag

17.02.2009
Siemens hat das weltweit erste Ultraschallsystem entwickelt, das während eines Herzschlags 3D-Aufnahmen des gesamten Herzens machen kann, die nicht erst aus einzelnen Teilen zusammengesetzt werden müssen. Mit der Technik des Acuson SC2000 können Untersuchungen verkürzt werden.

Dieses neue Verfahren der Echokardiographie-Bildgebung ermöglicht eine bessere Versorgung der Patienten. Der Arzt kann die Ergebnisse schneller analysieren und umgehend eine Behandlung einleiten.


Das 3D-Ultraschallgerät enthält eine neue Schallkopftechnologie, deren Elektronik von Forschern der Corporate Technology in München mitentwickelt wurde. Weltweit erstmalig wird der Schallkopf gekühlt, kann dadurch bei höherer Leistung arbeiten und die Informationen wesentlich schneller verarbeiten. Damit wird die vollständige Aufnahme in einem Herzschlag überhaupt erst möglich. Außerdem konnte der Schallkopf kleiner und leichter dimensioniert werden.

Im Hintergrund arbeitet die von Siemens patentierte so genannte Coherent-Volume-Formation-Technik. Sie kann das Bild durch mehrere gleichzeitige Ultraschallwellen oder sogenannte Keulen aufbauen statt mit dem bisher üblichen seriellen Aufbau des Bildes, Zeile für Zeile. Das Resultat ist eine exzellente Bildauflösung mit einem pyramidenartigen Ultraschallbild.

Das Acuson SC2000 ist für anspruchsvolle kardiovaskuläre Untersuchungen ausgelegt, die Herz und Blutgefäße betreffen. Intelligente Software ermöglicht wissensbasierte Abläufe auf Basis einer aufwändigen Mustererkennungstechnologie und einer Expertendatenbank, die mit echten klinischen Fällen gespeist wurde.

Damit ist das System in der Lage, anatomische Muster und Merkpunkte zu erkennen und automatisch Messungen durchzuführen, die mit der Datenbank abgeglichen werden. Das System leitet automatisch Referenzschichtbilder aus dem vollständigen Volumen ab und errechnet eine Kontur für eine schnelle qualitative und quantitative Auswertung. Forscher von Siemens Corporate Research in Princeton, USA, und Medizintechnik-Experten von Siemens IT Solutions and Services aus der Slowakei steuerten Software für die Bildverarbeitung bei.

So ist der behandelnde Arzt unverzüglich in der Lage, vergleichende Analysen vorzunehmen und ein präziseres Ergebnis zu bekommen. An einer eigenen Workstation kann der Kardiologe dann offline den Befund erstellen und die erfassten Daten nacharbeiten. (IN 2009.02.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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