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Weltgesundheitstag 2012: Mobil im Alter mit Knochenzement

05.04.2012
Heraeus hilft mit dem Zementieren von Gelenkprothesen Patienten und Krankenkassen zu entlasten

Am 7. April ist wieder Weltgesundheitstag. Mit dem diesjährigen Motto „Altern und Gesundheit“ möchte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Frage klären, wie Bürger und Staat gemeinsam ein aktives und gesundes Altern fördern können.


(Bildquelle Heraeus)
Knochenzement von Heraeus ist seit über 50 Jahren der Standard zum Verankern von Implantaten im Knochen


(Bildquelle Heraeus)
Röntgenaufnahme einer mit Knochenzement (grün) verankerten Endoprothese

Laut WHO wird sich die Zahl der über 60-Jährigen im Jahr 2050 im Vergleich zum Jahr 2000 verdreifachen. Für unsere Gesellschaft bedeutet das eine große Herausforderung. Wir wollen mobiler und aktiver sein und das bis ins hohe Alter. Doch mit der neu gewonnenen Lebensfreiheit steigen auch die gesundheitlichen Risiken.

Noch nie war die Zahl der Gelenkimplantationen (Hüft- und Knieprothesen) so groß wie heute und sie steigt kontinuierlich. Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus trägt mit intelligenten Produktlösungen dazu bei, dass schmerzhafte und risikoreiche Wechseloperationen für die Patienten reduziert werden können.

Infektionsprophylaxe dank Knochenzement

Das Einsetzen künstlicher Hüft- und Knieprothesen (Endoprothesen) zählt mit jährlich rund 450.000 Operationen zu den häufigsten operativen Eingriffen in Deutschland. Auch wenn das Einsetzen künstlicher Gelenke mittlerweile ein Routineeingriff ist, birgt diese Operation immer noch ein gewisses Revisionsrisiko für den Patienten. Rund 35.000 Wechseloperationen (Revisionen) werden in Deutschland pro Jahr durchgeführt, von denen ein kleinerer Anteil infektionsbedingt ist. Die postoperativen Komplikationen, die durch Infektionen verursacht werden, können jedoch mit antibiotikahaltigem Knochenzement um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Der Knochenzement Palacos® von Heraeus gilt bei der festen Verankerung von Knie- und Hüftprothesen als Standard. Der Knochenzement wird während des Eingriffes gemischt und härtet nach dem Einsetzen der Prothese in nur wenigen Minuten durch Polymerisation aus. Um eine Infektion vorzubeugen, werden dem Zement Antibiotika beigemischt. Diese werden dann an der Operationsstelle aus der Zementoberfläche langsam abgegeben. Sie wirken bereits während und nach der Operation und beugen so lokal Infektionen vor. Bei der Verankerung der Endoprothese mit Knochenzement wird für den Sitz der Prothese zwar etwas mehr Knochensubstanz entfernt als bei zementfrei eingesetzten Prothesen, doch das bietet klare Vorteile: Die Implantate müssen nicht mit dem Knochen verwachsen, sind dadurch direkt nach der Operation belastbar und kosten zudem deutlich weniger als die zementfreie Variante.

Endoprothesenregister beweist Kosten- und Risikosenkung

Erkenntnisse aus europäischen Endoprothesenregistern zeigen, dass das deutsche Gesundheitswesen schon bei einer einprozentigen Absenkung der Wechseloperationen bis zu 30 Millionen Euro im Jahr einsparen könnte. „Die Verwendung von antibiotikahaltigem Knochenzement ist nachweislich dafür verantwortlich, dass andere Länder diese hohen Einsparungen erzielen konnten“, betont Sebastian Gaiser, Leiter Gesundheitsökonomie des Heraeus Geschäftsbereichs Biomaterialien und Medizinprodukte. Trotz zahlreicher Erkenntnisse steigt hierzulande der Anteil zementfreier Hüftprothesen. Die zementfreie Operation geht etwas schneller, stellt aber deutlich höhere Ansprüche an Ärzte und OP-Teams. Das Erlernen und Beherrschen dieser Operationstechnik ist kompliziert. Investiert ein OP-Team jedoch ein paar Minuten mehr, die für den Zementiervorgang nötig sind, kann das zu weitreichenden Entlastungen für Ärzte, Patienten und Budgets führen. „Das Endoprothesenregister Deutschland, das im April 2011 gestartet ist, wird mit den gesammelten Informationen über die Revisionsrate zeigen, dass die Prothesenverankerung insbesondere mit antibiotikahaltigem Zement für Patient, Arzt und Krankenkasse mehr Vorteile bietet“, ist Sebastian Gaiser überzeugt.

Hintergrund: Knochenzement für Endoprothesen

Das Einsetzen einer Endoprothese gilt heute als Routineoperation, wobei es verschiedene Methoden gibt, das künstliche Gelenk im Knochen zu verankern: zementfrei und zementiert. Der Knochenzement Palacos® von Heraeus ist seit über 50 Jahren der Standard, wenn es darum geht, Implantate fest im Knochen zu verankern. Auch als Trägermaterial für Antibiotika hat er sich bewährt und schützt damit die Endoprothese vor Infektionen. Klinische Dokumentationen belegen, dass die Standzeiten von Implantaten, die mit Palacos® zementiert wurden, besonders lang sind. Heraeus vertreibt diesen Knochenzement weltweit und entwickelt ihn kontinuierlich weiter.

Mehr zu Knochenzement zur festen Verankerung von Knie- und Hüftprothesen erfahren sie unter www.heraeus-medical.com

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit einer 160-jährigen Tradition. Unsere Kompetenzfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Materialien und Technologien, Sensoren, Biomaterialien und Medizinprodukte, Dentalprodukte sowie Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von 4,1 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 17,9 Mrd. € sowie weltweit über 12 900 Mitarbeitern in mehr als 120 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Jörg Wetterau
Konzernkommunikation
Leiter Technologiepresse & Innovation
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstraße 12-14
63450 Hanau
Tel. +49 (0) 6181.35-5706
Fax +49 (0) 6181.35-4242
E-mail : Joerg.wetterau@heraeus.com

Dr. Jörg Wetterau | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.de
http://www.heraeus-medical.com

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