Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vermählung von Gesundheit und Umwelt

21.01.2014
Gesunde und umweltverträglich hergestellte Lebensmittel sollen helfen, sowohl die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung zu fördern als auch die natürlichen Ressourcen zu schonen. Das nun angelaufene Nationale Forschungsprogramm "Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion" (NFP 69) möchte neue Wege für die Herstellung von Nahrungsmitteln aufzeigen.

Ernährungsbedingte Krankheiten verursachen in der Schweiz einen grossen Teil der Gesundheitskosten: Sie schlagen mit etwa 20 Milliarden Franken pro Jahr zu Buche. Das Wissen um eine gesunde Ernährung ist weit verbreitet – was und wieviel jeder seiner Gesundheit zuliebe essen sollte, ist vielen bekannt.

Dennoch wird dieses Wissen bei der Wahl der Nahrungsmittel oft nicht berücksichtigt. Das nun angelaufene Nationale Forschungsprogramm "Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion" (NFP 69) sucht nach neuen Wegen, wie die Schweizer Bevölkerung zu einem gesünderen Essverhalten ermuntert werden kann.

Doppelte Herausforderung
Gleichzeitig erforscht das NFP 69 Möglichkeiten zur Verbesserung von Nahrungsmitteln. Es versucht etwa die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Nahrungsfasern im Getreide zu verstärken oder neue biologische Stoffe zu identifizieren, die das Wachstum von Schimmelpilzen hemmen und so die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern.

Doch zu den Zielen des NFP 69 gehören nicht nur gesunde, sondern auch umweltverträgliche Lebensmittel. "Das ist die doppelte Herausforderung des Programms", sagt Fred Paccaud, Direktor des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin des Universitätsspitals Lausanne und Präsident der Leitungsgruppe des NFP 69. "Es gilt, die Nahrungsmittelproduktion neu zu erfinden. Sie soll mit weniger Wasser und Boden auskommen, um gesunde und weiterhin erschwingliche Kost herzustellen."

Wie sieht die umweltfreundliche Zukunft von Milchbetrieben in Bergregionen aus? Wie vereint die regionale Vertragslandwirtschaft Prinzipien der Nachhaltigkeit, Solidarität und Mitbestimmung, wenn sie Landwirte und Konsumenten vernetzt? Und wie lässt sich vermeiden, dass auch weiterhin 40 Prozent der hier angebauten Kartoffeln für den Konsumenten verloren gehen?

Grenzen abbauen und überwinden
Das Programm vereint unterschiedliche Forschungsdisziplinen wie die Lebenswissenschaften, die Agronomie, die Nano- und Ingenieurwissenschaften sowie die Sozial- und Geisteswissenschaften. "Das NFP 69 muss die Grenzen zwischen den Forschungszweigen überwinden, um seine hochgesteckten Ziele zu erreichen", sagt Paccaud.

Den insgesamt 21 Forschungsprojekten stehen während der nächsten fünf Jahre 11 Millionen Franken zur Verfügung. Weitere Informationen zu den einzelnen Forschungsprojekten und der Organisation des NFP 69 sind auf www.nfp69.ch zu finden.

Kontakt
Xavier Pilloud
Leiter Wissenstransfer NFP 69
Münstergasse 64/66
3011 Bern
Tel.: +41 78 862 60 83
E-Mail: pilloud@virtupublicaffairs.ch
Prof. Dr. med. Fred Paccaud
Präsident Leitungsgruppe NFP 69
Institut für Sozial- und Präventivmedizin
Universitätsspital Lausanne (CHUV)
Tel.: +41 21 314 72 70
E-Mail: Fred.Paccaud@chuv.ch

Medien - Abteilung Kommunikation | idw
Weitere Informationen:
http://www.nfp69.ch
http://www.snf.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

nachricht Chronische Wunden können heilen
16.10.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz