Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tuberkulose-Test: Ergebnis innerhalb einer Stunde

15.09.2010
Nachweis mittels DNA bei allen Bakterienstämmen möglich

Wissenschaftler der Health Protection Agency (HPA) haben laut eigenen Angaben einen ultrasensitiven Test entwickelt, der Tuberkulose-Bakterien innerhalb einer Stunde nachweisen kann. Das Team um Cath Arnold geht davon aus, dass der Test alle Bakterienstämme nachweisen kann. Damit sollten das Auftreten und die Auswirkungen dieser Krankheit weltweit eingeschränkt werden können.

Für den Standard-Test wird aus den Lungen abgehusteter Schleim in einer Bakterienkultur untersucht. Es kann bis zu acht Wochen dauern, bis es zu einer Diagnose kommt. In der Zwischenzeit kann es zu zahlreichen weiteren Infektionen kommen. Ein weiterer, schnellerer Test, sucht nach dem Antigen, das in vielen der Bakterienstämme vorkommt. Laut HPA besteht hier die Gefahr, dass nicht alle Infektionen erkannt werden.

Genetischer Marker

Der neue Test konzentriert sich auf einen bestimmten Bereich der DNA innerhalb der Bakterien, der - so die Wissenschaftler - bei allen Stämmen vorhanden ist. Nachdem die Probe entnommen ist, wird die Menge der DNA mittels Polymerase-Kettenreaktion vergrößert und dann die genetische Signatur identifiziert. Laut Arnold wird nach einem genetischen Marker gesucht, der wirklich bei allen Bakterienstämmen vorhanden ist.

Die Wissenschaftlerin ist zuversichtlich, dass auch kleinste Mengen erkannt werden können. Bisherige Tests haben laut BBC ergeben, dass der neue Test so genau ist wie der beste Test, der mit einer Bakterienkultur durchgeführt werden kann. Es seien jedoch noch einige Weiterentwicklungen erforderlich, bis der Test auf den Markt gebracht werden kann.

Die Entwicklung des neuen Tests wird nur wenige Wochen nach der Publikation eines weiteren im New England Journal of Medicine http://www.nejm.org bekannt gemacht. Der Xpert MTB/RIF-Test soll laut seinen Entwicklern in weniger als zwei Stunden ein Ergebnis liefern. Zusätzlich soll es möglich sein, Resistenzen gegen Medikamente festzustellen.

Ein Drittel der Weltbevölkerung infiziert

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 2008 weltweit rund 1,3 Mio. Menschen an Tuberkulose gestorben. Die WHO schätzt, dass derzeit rund ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulose infiziert ist. Nur fünf bis zehn Prozent der Betroffenen erkranken oder werden infektiös. HIV-Infizierte, die mit diesen Bakterien angesteckt wurden, erkranken viel eher an Tuberkulose.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hpa.org.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie