Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osteoporose-Diagnose erfolgt häufig erst nach Knochenbruch

15.10.2008
Etwa 7,8 Millionen Menschen leiden unter Knochenschwund, davon 6,5 Millionen Frauen. Jede vierte Frau über 50 Jahre ist betroffenen. Bei 90 Prozent der Patienten diagnostiziert der Arzt die chronische Skeletterkrankung zu spät: Die Knochendichte ist bei ihnen bereits um ein Drittel gesunken.

Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie vom 22. bis 25. Oktober 2008 in Berlin stellen Experten neue Strategien zur Therapie der Osteoporose vor. Darüber hinaus fordern sie die Finanzierung einer flächendeckenden Früherkennung.

Jährlich 300 000 Knochenbrüche sind auf Osteoporose zurückzuführen. Frühzeitige Diagnose und Behandlung könnten diese Zahl senken und den - überwiegend weiblichen - Betroffenen helfen: "Es wäre äußerst effektiv, ab einem Alter von 55 Jahren die Knochendichte in der Bevölkerung zu screenen", sagt Professor Dr. med. Joachim Grifka, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Bislang finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen die Messung der Knochendichte erst, wenn ein Knochenbruch vorliegt. Deshalb erfahren viele Betroffene von ihrer Krankheit erst durch einen Knochenbruch.

Viel zu spät, wie auch Grifka betont. Denn rechtzeitig erkannt, ließe sich die Krankheit behandeln und ihr Fortschreiten aufhalten. "Wir finden immer genauer heraus, welche biologischen Prozesse zum Knochenabbau führen und können medikamentös immer besser eingreifen", so Grifka. Einerseits gilt es, den Abbau zu bremsen. Andererseits können neue Medikamente Knochenstruktur und

-stabilität verbessern. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie informieren Experten über aktuelle Forschungsprojekte, die neue Perspektiven in der Osteoporosetherapie eröffnen könnten.

Doch auch ohne Medikamente lässt sich Osteoporose vorbeugen und - in Grenzen - behandeln: Gesunde Knochen sind auf Druck und Zug angewiesen. Diese Reize erfahren sie nur durch Bewegung. "Deshalb geht bei bettlägerigen Patienten die Knochenmasse besonders schnell zurück", erläutert Professor Grifka. Besonders für Menschen mit Osteoporose im Frühstadium seien regelmäßige Bewegung, Gymnastik oder Sport deshalb fester Bestandteil der Therapie.

Terminhinweise:

Eröffnungs-Pressekonferenz
Mittwoch, 22. Oktober 2008, 11.00 bis 12.00 Uhr
ICC Funkturm-Lounge, Berlin
Experimentelles Forum
Osteoporose experimentell
Termin: Donnerstag, 23. Oktober 2008, 9.30 bis 11.00 Uhr
Saal 8, ICC Berlin
BVOU-Fortbildung
Osteologie Update
Termin: Freitag, 24. Oktober 2008, 11.30 bis 12.30 Uhr
Saal 44, ICC Berlin
Pressekontakt:
Beate Schweizer
Pressestelle Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 -295, Fax: 0711 8931 -167
E-Mail: schweizer@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.orthopaedie-unfallchirurgie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

nachricht Chronische Wunden können heilen
16.10.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie