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Nierenkrebs: Zweites entscheidendes Gen entdeckt

20.01.2011
PBRM1 bei einem Drittel der Patienten nachweisbar

Ein mutiertes Gen haben Forscher des Wellcome Trust Sanger Institute bei einem Drittel der Patienten mit der verbreitetsten Form von Nierenkrebs nachgewiesen.

Die Entdeckung eines zweiten entscheidenden Gens - PBRM1 - ist laut dem Team um Mike Stratton ein großer Erfolg. Die in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass das Gen bei der DNA-Packung in den Körperzellen eine Rolle spielt.

Selten entdeckt

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Nierenkrebs entgeht sehr häufig der Entdeckung. Rund die Hälfte der Betroffenen hat keine Symptome. Allein in Großbritannien starben laut BBC fast 4.000 Menschen an dieser Krankheit. Forscher arbeiten seit Jahren an der Enträtselung der genetischen Ursachen von Nierenkrebs. VHL, das am häufigsten beteiligte Gen, weist bei acht von zehn Patienten Mutationen auf. Es ist jedoch nicht allein verantwortlich.

Jetzt wurden mehrere andere Gene entdeckt, die ebenfalls eine Rolle spielen. Bei rund einem Drittel der Patienten weist PBRM1 Mutationen auf. Stratton bezeichnete diese Entdeckung als entscheidenden Fortschritt. "Wir glauben, dass wir jetzt fast alle Gene kennen, die bei dieser Krebsart eine entscheidende Rolle spielen."

Damit gebe es viele neue Ansätze für die Behandlung von Nierenkrebs. Laut Elizabeth Rapley von The Institute of Cancer Research ist die Prognose bei dieser Krebsart schlecht. Weniger als 50 Prozent überleben die Krankheit mehr als fünf Jahre.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.sanger.ac.uk
http://www.nature.com
http://www.icr.ac.uk

Weitere Berichte zu: Gen FTO Krebsart Mutation Nierenkrebs PBRM1

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