Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue LOINC-Version beim DIMDI online

12.02.2009
Die neue Version der LOINC-Terminologie mit der zugehörigen Pflegedatenbank RELMA und dem deutschen Benutzerhandbuch liegen auf den Internetseiten des DIMDI kostenfrei vor. Logical Observation Identifiers Names and Codes (LOINC) dienen der eindeutigen Verschlüsselung von Untersuchungen, insbesondere im Laborbereich und für medizinische Verfahren.

Laborinformationssysteme, Laboranalysegeräte und andere Informationssysteme im Gesundheitswesen verwenden unterschiedliche Verschlüsselungssysteme zur elektronischen Dokumentation von Untersuchungsdaten. Für den Austausch solcher Daten zwischen Labor, Klinik und Arztpraxis sind standardisierte Schlüssel notwendig, die von allen Systemen verstanden werden.

Nur dann können die Daten und damit Untersuchungsergebnisse richtig zugeordnet und eindeutig ausgegeben werden. Ein manueller Abgleich solcher Daten ist aufwendig und fehlerträchtig. Mithilfe der LOINC-Terminologie ist die eindeutige Identifizierung und Ausgabe von Untersuchungsdaten auf elektronischem Wege möglich, so dass der manuelle Aufwand überflüssig wird.

LOINC-Kodes werden bereits in vielen Standards für eHealth-Anwendungen (z.B. HL7, DICOM, IHE, CDA, CDISC) und u.a. in elektronischen Patientenakten, in klinischen Studien und in Kommunikationsszenarien zum elektronischen Datenaustausch zwischen Medizinprodukten (Untersuchungsgeräten) eingesetzt.

> Neue Inhalte in der LOINC-Datenbank
Die LOINC Version 2.26 enthält 53.344 Einträge, davon sind 932 neu hinzugekommen und 1.100 Einträge wurden für die neue Version bearbeitet. Zusätzlich wurde ein neues Feld für die benutzerfreundliche Darstellung des vollen Namens eingefügt. Neue Inhalte betreffen das Neugeborenen-Screening und das Stufenschema zur Einteilung und Klassifizierung von Patientenrisiken (Assessment Scales). Wichtige hierarchische Strukturen, z. B. Klassifizierungen von Arzneimittelallergien, sind neu aufgenommen worden.

Bei jeder neuen Revision des LOINC-Systems wird auch das Benutzerhandbuch angepasst. Das DIMDI gewährleistet dessen deutschsprachige Übersetzung und Qualität.

> Weiterentwicklung von RELMA
Die Pflegedatenbank RELMA beinhaltet in der aktuellen Version 3.25 eine bessere sprachspezifische Suche. Die Übersetzung häufiger angewendeter Konzepte in die deutsche Sprache, koordiniert durch das DIMDI, wird voraussichtlich noch in 2009 verfügbar sein. Ferner ist es möglich, eigene anwendungsbezogene Hierarchien mit RELMA zu bilden und mit Kommunikationspartnern auszutauschen.

Das DIMDI arbeitet nicht nur eng mit dem Regenstrief Institute zusammen, sondern auch mit der LOINC-Usergroup Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), der HL7-Benutzergruppe Deutschland und internationalen Standardisierungsgremien (Joint Initiative Council).

Das DIMDI stellt hochwertige Informationen für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel- und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA). Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer Klassifikationen wie ICD-10-GM oder OPS und pflegt medizinische Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z. B. MeSH, UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die u.a. für die Gesundheitstelematik von Bedeutung sind. Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine Informationssysteme und 70 Datenbanken aus der gesamten Medizin. Dazu entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt ein eigenes Rechenzentrum.

Susanne Breuer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de
http://www.dimdi.de/static/de/ehealth/loinc/index.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung