Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meilenstein für Patienten mit Herzrhythmusstörungen

29.10.2012
Isar Herz Zentrum implantiert als eine der weltweit ersten Kliniken den Biomonitor

Der Münchner Kardiologe Prof. Dr. Thorsten Lewalter vom Isar Herz Zentrum hat als einer der weltweit ersten Mediziner einem Patienten einen sogenannten Biomonitor implantiert.

Der Eingriff fand am Montag bei einer 67-jährigen Münchnerin statt und verlief ohne Komplikationen. Es ist der erste Eingriff dieser Art in München. (Ein Video-Interview mit Prof. Lewalter finden Sie unter

www.isarherzzentrum.de/de/biomonitor)

Der Biomonitor ist ein Herz-Monitor, der kontinuierlich EKG aufzeichnen kann. Dieses Mini-Gerät wird in Herznähe unter der Haut implantiert und sendet automatisch im 24-Stunden-Takt die Herz-Daten der Patientin telemetrisch an das Isar Herz Zentrum. Prof. Dr. Lewalter: "Da Schlaganfällen häufig zunächst Vorhofflimmern vorausgeht, sehen wir hier große Chancen, früher einschreiten und schwere Langzeitschäden der Betroffenen verhindern zu können. Mit den bisherigen Methoden war es bislang selten möglich, eine zielgenaue Therapie einzuleiten."

Mit dem vom deutschen Medizintechnikhersteller BIOTRONIK entwickelten Herzmonitor lassen sich nun sowohl zu langsame (Bradykardien) als auch zu schnelle Herzfrequenzen (Tachykardien) wie das Vorhofflimmern sicher erkennen, ebenso unregelmäßige Herzaktionen (Asystolien) und plötzliche Abfälle in der Herzfrequenz.

Aktuell leiden rund ein Prozent aller Menschen an Vorhofflimmern, das unter anderem einen Schlaganfall auslösen oder eine Herzschwäche begünstigen kann. Als erste Klinik in Süddeutschland hatte das Isar Herz Zentrum im Isar Medizin Zentrum an der Sonnenstraße erst im Herbst 2011 die sogenannte Laser-Ablation als innovative Therapie gegen das Vorhofflimmern eingeführt.

Prof. Lewalter: "Seitdem ist es uns möglich, unter optischer Kontrolle diejenigen Stellen stillzulegen, die das Vorhofflimmern auslösen. Der jetzt entwickelte Biomonitor schließt eine weitere wichtige Lücke in der Diagnostik und eröffnet völlig neue Therapiemöglichkeiten." Sowohl für die Laser-Ablation als auch für die Implantation des Biomonitors übernehmen bei der entsprechenden medizinischen Indikation selbstverständlich auch die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten.

Auch für Patienten, die aus unklarem Grund wiederholt bewusstlos werden oder über Schwindel klagen, ist der Biomonitor ein diagnostischer Quantensprung, erklärt Prof. Lewalter: "Um die Situation richtig beurteilen zu können, benötigen wir eine Momentaufnahme des Geschehens. Dies ist nur über ein durchgehendes Monitoring möglich, welches unberechenbare Rhythmusstörungen aufdeckt und zeitnah übermittelt."

Pressekontakt:
Torsten Fricke
t.fricke@tv-media.de
Tel. 08092 86 77 20
Mobil: 0171 41 58 329

Torsten Fricke | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.isarherzzentrum.de/de/biomonitor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Die bestmögliche Behandlung bei Hirntumor-Erkrankungen
28.03.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit