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Kurztest für Prostatakrebs in Aussicht

19.05.2009
Biopsien sollen in Zukunft überflüssig werden

Wissenschaftler der Durham University arbeiten derzeit an der Entwicklung eines Tests für Prostatakrebs, der in nur drei Minuten ein Ergebnis liefern soll.

Licht wird durch eine Flüssigkeitsprobe geschickt, um die Menge der Zitrat-Moleküle festzustellen. Diese sinken in den frühen Stadien der Erkrankung ab.

Derzeit muss ein solcher Test noch mit einer Probe Prostataflüssigkeit durchgeführt werden, die unter lokaler Betäubung mit einer Nadel entnommen wird. Das Team um David Parker erklärte, dass erste Tests sehr vielversprechend verlaufen seien. In Zukunft könnte eine Spermaprobe für den Test ausreichen. Patienten müssten dann nicht mehr zwei Wochen auf die Testergebnisse warten. Zusätzlich könnten auch die nicht sehr zuverlässigen PSA-Tests durch den neuen Test ersetzt werden.

Die Entwicklung des neuen Tests befindet sich laut BBC jedoch noch in einem sehr frühen Stadium. Das Team plant jetzt, den Test an Proben von Prostatakrebspatienten aus einem lokalen Krankenhaus auf seine Genauigkeit zu überprüfen. Der in Zusammenarbeit mit der University of Maryland entwickelte Test erkennt Veränderungen in der Wellenlänge des Lichts, wenn es durch verdünnte Proben von Prostataflüssigkeit geschickt wird. Damit kann die Menge an Zitrat-Molekülen in der Probe festgestellt werden. Sie verändert sich zu Beginn der Erkrankung deutlich. In der Theorie könnten Ärzte nach einem raschen Ergebnis sofort mit der Behandlung anfangen.

Die Wissenschaftler hoffen, dass der Test auch für die Diagnose anderer Krankheiten, die mit einer eingeschränkten Nierenfunktion in Zusammenhang stehen, eingesetzt werden kann. Laut Parker sei die Entwicklung des Verfahrens äußerst komplex gewesen. Das Team sei jedoch hinsichtlich der Erfolgsaussichten sehr optimistisch. Im Idealfall könnte ein Test innerhalb von drei Minuten nach einer Biopsie durchgeführt werden. Es gilt jedoch noch sicherzustellen, dass der Test auch bei einer größeren Anzahl von Proben zuverlässig ist.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.dur.ac.uk
http://www.umd.edu

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