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Kinder-Notfälle: MHH bietet Simulationstraining an

01.04.2010
1. Pädiatrietage Hannover / Innovatives Qualifizierungsprogramm einmalig in Deutschland

Ein Baby mit angeborenem Herzfehler, eine schwere Unfallverletzung, eine starke Blutvergiftung, ein Organversagen oder die dringende Übernahme schwerstkranker Kinder aus umliegenden Kliniken: Notfälle bei Kindern erfordern besondere medizinische Expertise und schnelles Handeln, da Kinder über weniger Reserven verfügen.

Um solche Notfälle geht es auf einer Veranstaltung der Intensivstation der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Gemeinsam mit dem DRK-Landesverband Niedersachsen e.V., der DRF-Luftrettung und der Feuerwehr Hannover organisiert die Station die 1. Pädiatrietage Hannover. Bei dem Ausbildungsprogramm vom 5. bis zum 8. Juni 2010 dreht sich alles um die Simulation von Notfällen im Kindesalter, einschließlich des frühzeitigen Erkennens, Eingreifens und Transports zwischen zwei Kliniken.

Die Kinderintensivstation der MHH ist mit ihrem breiten pädiatrischem Spektrum und rund 900 Patienten jährlich eine der leistungsstärksten Deutschlands. Die Erfahrungen und Fachkenntnisse der Station fließen ebenso in das Ausbildungsprogramm ein wie die der regionalen und internationalen Kooperationspartner. Bei den 1. Pädiatrietagen Hannover arbeitet die MHH mit Experten für pädiatrische Intensivmedizin aus USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande, Schweiz, Italien und Australien zusammen. In diesen Länden gibt es teilweise bereits seit den 90er Jahren Simulationstrainings bei Kindernotfällen. Das Besondere: Die Trainings bauen auf Erfahrungen der Kinderintensivmedizin auf. Hierzulande ist diese Art von Ausbildung noch wenig verbreitet.

Da die Kinderintensivstation über ein einzigartiges regionales Kinderintensivnetzwerk (PIN) mit 25 Kinderkliniken verfügt, ist es für eine synchronisierte Notfallversorgung wichtig, die Zusammenarbeit zwischen den Kinderkliniken des PIN , den Rettungsdiensten und der MHH in der Ausbildung darzustellen. Daher wurden die DRF-Luftrettung mit langjähriger Simulationstrainingserfahrung und das DRK Niedersachsen mit dem Simulations- und Trainingszentrum (SiTZ) in Hannover eingebunden. "Vor diesem Hintergrund bieten unsere Kurse einen für Deutschland einmaligen Qualifizierungsstandard", sagt Dr. Burkhard Wermter, medizinischer Leiter des Projekts.

Das viertägige Qualifizierungsprogramm richtet sich vor allem an Ärzte, Pflege- und Rettungsdienstpersonal und findet im Trainingszentrum des DRK in Hannover-Misburg statt. Die Fachleute simulieren Notfälle von der Ersten Hilfe bis zur Intensivversorgung. Neben der medizinischen Behandlung geht es bei dem Training auch um Funktions- und Kommunikationsabläufe im Team und zwischen den einzelnen Teams - zum Beispiel zwischen Klinik, Rettungsdienst und Intensivstation.

Kursübersicht:
5. Juni 2010: Simulationskurs "Sepsis bei Kindern - Akuttherapie"
6. bis 8. Juni: Ausbilderkurs Pädiatrische Simulation
7. Juni: Vergiftungen beim Kind
8. Juni: Pädiatrische Triage (zahlreiche zu versorgende Patienten gleichzeitig)
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.drk-sitz.de sowie unter www.mh-hannover.de/paedsim.html
Wir laden Medienvertreter ein, an den 1. Pädiatrietagen teilzunehmen.
Kontakt: MHH Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, Sekretariat Professor Dr. Armin Wessel, Gabriela Handke, Tel. (0511) 532-6751, E-Mail: handke.gabriela@mh-hannover.de

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

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