Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Den Keimen auf der Spur!

13.01.2012
BfR informiert auf der Internationalen Grünen Woche 2012 über Keime in Lebensmitteln

Wie können sich Verbraucher vor Erkrankungen durch Keime in Lebensmitteln schützen? Welche Keime können überhaupt in Lebensmitteln enthalten sein? Und: Sind Keime eigentlich immer gesundheitsschädigend?

„Bakteriell belastete Lebensmittel müssen nicht unbedingt krank machen“, erklärt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Andererseits können aber Lebensmittel ohne Verderbnisanzeichen dennoch krankmachende Keime enthalten“. Den Keimen auf der Spur! - das ist das Motto, unter dem das BfR auf der Internationalen Grünen Woche die Besucherinnen und Besucher informiert. Der Messeauftritt ist zudem der Auftakt für eine Reihe von Veranstaltungen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des BfR.

Am Informationsstand des BfR können sich Verbraucherinnen und Verbraucher über „gute“ und „schlechte Keime“ in Lebensmitteln informieren:

In vielen Lebensmitteln sind Keime durchaus erwünscht. So werden beispielsweise zur Herstellung von Joghurt, Käse oder Salami Milchsäurebakterien benötigt. Andere Keime in Lebensmitteln sind hingegen unerwünscht, weil sie zum Verderb von Lebensmitteln oder sogar zur Erkrankung von Verbraucherinnen und Verbrauchern führen. Verderbniskeime wie Pseudomonaden oder Mikrokokken bilden im Lebensmittel Enzyme, mit denen sie organische Stoffe abbauen. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte, die unter anderem Geruch und Geschmack des Lebensmittels so verändern, dass es für den Verzehr nicht mehr geeignet ist. Der Verderb ist in der Regel leicht zu erkennen, Beispiele für das Wirken von Verderbniskeimen sind saure Milch oder ranzige Butter.

Der Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln bedeutet aber nicht, dass Verbraucherinnen und Verbraucher davon in jedem Fall krank werden. Dieses Risiko besteht erst dann, wenn das Lebensmittel tatsächlich mit krankmachenden Keimen verunreinigt ist. So sind Salmonellen und Campylobacter in Lebensmitteln die Hauptursache für bakterielle Durchfallerkrankungen. Auch von antibiotikaresistenten Keimen auf Lebensmitteln kann unter Umständen ein Gesundheitsrisiko ausgehen. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich vor solchen Infektionen schützen, indem sie auf eine hygienische Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel achten.

Anhand eines „Fehlerkühlschranks“ erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BfR anschaulich, welche Lebensmittel wie und wo im Kühlschrank richtig aufbewahrt werden. Zudem werden in einer „Black-Box“ Keime, beispielsweise auf Frühstücksbrettchen, sichtbar gemacht.

Beim BfR-Quiz können sowohl Kinder als auch Erwachsene ihr Wissen rund um das Thema Lebensmittelhygiene testen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist auf der Internationalen Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2011 am Stand 101 in der Halle 3.2 (Erlebnisbauernhof) der Messe Berlin zu finden.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Dr. Suzan Fiack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfr.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften