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Kamel erstmals positiv auf MERS-Virus getestet

12.11.2013
Übertragbarkeit auf Menschen offen - Suche nach möglichem Ursprung

Ein Kamel ist laut dem saudi-arabischen Gesundheitsministerium positiv auf das SARS-ähnliche Virus getestet worden, das im Mittleren Osten im vergangenen Jahr aufgetaucht war. Weltweit sind bisher 64 Menschen an den Folgen einer Erkrankung gestorben. Das Tier gehörte einer Person, die positiv auf MERS getestet worden war.

Äußerst ansteckend

Derzeit ist noch immer nicht restlos geklärt, ob Kamele die Krankheit auf Menschen übertragen können. Coronaviren führen bei Menschen und Tieren zu Atemwegsinfektionen. Das Virus kann über Tröpfchen übertragen werden, wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Experten gehen davon aus, dass dieses Virus nicht sehr ansteckend ist. Wäre das der Fall, wären bereits mehr Erkrankungen gemeldet worden.

Weltweit gibt es seit September dieses Jahres 153 durch Labors bestätigte Infektionen mit dem MERS-Virus. Die saudi-arabische Regierung gab bekannt, dass vorläufige Labortests positiv waren. Das Gesundheitsministerium arbeitet eigenen Angaben nach mit dem Landwirtschaftsministerium und Labors zusammen, um das Virus zu isolieren und seine genetische Struktur mit jener des Patienten zu vergleichen.

Keine Reisebeschränkungen

Sollte das Virus bei dem Kamel und dem Patienten identisch sein, wäre dieser Nachweis weltweit erstmals gelungen. Damit könnte laut dem Ministerium eine Möglichkeit bestehen, den Ursprung des Virus zu identifizieren. Die Weltgesundheitsorganisation http://who.int geht derzeit davon aus, dass das Virus keine Reisebeschränkungen erforderlich macht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://who.int

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