Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grippe-Schutzimpfung: Wettbewerb zur guten Impfpraxis gestartet

26.09.2008
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Paul-Ehrlich-Instituts

Medizinisches Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege sollte - wie auch chronisch Kranke und ältere Menschen über 60 Jahre - gegen Grippe geimpft sein. Die Impfquoten sind bei Angehörigen des medizinischen Personals mit rund 20 Prozent jedoch besonders niedrig.

Deshalb haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) im Rahmen ihrer Kampagne "Wir kommen der Grippe zuvor" in Kooperation mit elf Bundesländern und der Deutschen Krankenhausgesellschaft erstmals einen Wettbewerb für die überzeugendste Grippeschutz-Impfaktion bei medizinischem Personal in Krankenhäusern ausgelobt. Prämiert werden die drei Krankenhäuser, die bis Ende Januar 2009 die überzeugendsten Impfaktionen einreichen.

"Mit der Auslobung des bundesweiten Krankenhauswettbewerbs wollen wir medizinisches Personal an ihre rechtzeitige Impfung erinnern und die Krankenhäuser dabei unterstützen, wirksame Impfaktionen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten", erklärt Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Die BZgA sendet seit Mitte September eine Aktionsmappe mit umfangreichen Materialien zur Unterstützung der Krankenhäuser aus, in der unter anderem Plakate, ein Kurzfilm, Informationen zur Notwendigkeit und Anregungen zur Durchführung einer Impfaktion enthalten sind. "Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst vor einer schweren Erkrankung, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Das ist in Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig" betont Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.

Im Rahmen der Kampagne werden auch wie in den Vorjahren gemeinsam mit der Bundesärztekammer die niedergelassenen Ärzte angeschrieben, um sie insbesondere für die Influenza-Impfung älterer Menschen und chronisch Kranker zu motivieren. Eine Infektion mit den jeden Winter zirkulierenden Influenzaviren bedeutet für Menschen mit Grundleiden, zum Beispiel Herzkreislaufkrankheiten oder chronischen Lungenerkrankungen, und für ältere Menschen (über 60 Jahre) eine erhöhte Gefährdung. Bei ihnen kommt es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen, zum Beispiel bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. Durch eine Impfung gegen Influenza wird in diesen Gruppen die Krankheitshäufigkeit deutlich verringert. Die Impfquote bei chronisch Kranken und bei Älteren liegt in Deutschland bei rund 50 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfquote von 75 Prozent für das Jahr 2010. Alle Materialien der Kampagne können kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellt werden (www.bzga.de >Infomaterialien/Bestellung > Grippeschutzimpfung).

Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe, die durch Influenzaviren verursacht wird, ist Oktober und November. Die Schutzwirkung ist höher, wenn die Impfung jedes Jahr wiederholt wird. Bisher hat das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesamt für Sera und Impfstoffe (PEI), die Chargenfreigabe für rund 20 Millionen Dosen Grippeimpfstoff erteilt. Das PEI veröffentlicht auf seiner Internetseite neben dieser Information auch eine Liste der zugelassenen Influenza-Impfstoffe. "Nach ein bis zwei Wochen ist der Impfschutz aufgebaut. Auch wenn der Impfschutz bei älteren Menschen oft weniger ausgeprägt ist, sollte das kein Grund für einen Impfverzicht sein", erklärt Johannes Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.

Dr. Susanne Stöcker | idw
Weitere Informationen:
http://www.pei.de/influenza-impfstoffe
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/IPV__Node.html
http://www.bzga.de/?uid=34f387f6a72bb4d706afa74d119a4b5c&id=medien&sid=148

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie