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Mit Forschung, Therapie und Aufklärung engagiert gegen Tuberkulose

24.03.2009
"Tuberkulose ist tückisch - kaum eine Infektionskrankheit ist so schwer zu behandeln wie diese Krankheit. Und kaum eine andere fordert weltweit so viele Opfer: Pro Minute sterben drei Menschen daran. Jährlich sind das fast 1,7 Millionen Opfer, die meisten davon in armen Ländern. Tuberkolose kann erfolgreich bekämpft werden - wir tun dies mit Forschung, Therapie und Aufklärung."

Dies erklärt der vfa-Vorsitzende Dr. Wolfgang Plischke mit Blick auf den Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März.

Für Gesundheit und Lebensqualität von Tuberkulose (TB)-Kranken arbeiten forschende Pharmaunternehmen an mehreren Fronten: In besonders betroffenen Ländern stellen sie Medikamente zur Verfügung und unterstützen den Aufbau von Behandlungseinrichtungen und Aufklärungskampagnen. Sie arbeiten intensiv an neuen, noch wirksameren TB-Medikamenten und -Impfstoffen.

Bei Tuberkulose befallen Mycobakterien die Lunge oder andere Organe bei mangelernährten oder immun-geschwächten Patienten. AIDS-Patienten sind deshalb besonders anfällig für die Krankheit. Weltweit sind Mycobakterienstämme auf dem Vormarsch, gegen die viele der vorhandenen Antibiotika nicht mehr wirken. Dies liegt auch daran, dass die Erreger leicht resistent werden, wenn die Behandlung nicht mindestens sechs Monate ununterbrochen durchgeführt wird.

"Trotzdem wäre Tuberkulose eigentlich in den meisten Fällen noch heilbar", so Plischke. "Doch verhindert in vielen Ländern der Mangel an medizinischen Fachkräften und Einrichtungen sowie der unzuverlässige Medikamentenvertrieb, dass bei den Patienten die TB erkannt wird und sie eine wirksame Behandlung erhalten. Auch die Tatsache, dass nahezu alle TB-Medikamente patentfrei sind und von Generikaherstellern geliefert werden könnten, ändert daran offensichtlich nichts."

Darum engagieren sich mehrere forschende Pharma-Unternehmen für die Überwindung der Versorgungsdefizite, darunter Lilly Pharma, das in der Lilly MDR-TB Partnership unter anderem mit der Weltgesundheitsorganisation kooperiert und Medikamente zum Selbstkostenpreis abgibt. AstraZeneca hat mit dem Roten Kreuz und anderen Partnern ebenfalls Hilfsprogramme aufgelegt. Sanofi-Aventis unterstützt im Programm TB Free die Ausbildung medizinischer Kräfte und den Aufbau von Kompetenzzentren im besonders betroffenen Südafrika.

"Mehrere vfa-Unternehmen untersuchen, mit welchen neuen oder schon gegen andere Erreger zugelassenen Antibiotika Tuberkulose wirksamer und schneller ausgeheilt werden kann als bisher", erläutert Plischke. Präparate der Unternehmen Bayer, Johnson & Johnson, Otsuka Pharma und Novartis werden bereits mit Patienten erprobt. In den kommenden Jahren könnten auch neuartige Wirkstoffe dazukommen, die derzeit in den Labors von AstraZeneca, GlaxoSmithKline, Novartis, Sanofi-Aventis, Otsuka Pharma und Pfizer erfunden und getestet werden. "Viele dieser Projekte", so Plischke, "führen die Unternehmen in Kooperation mit der Global Alliance for TB Drug Development durch." Diese Allianz (www.tballiance.org) koordiniert die Arbeit von Unternehmen, akademischen Forschern, Stiftungen, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen.

Darüber hinaus haben mehrere Impfstoffe bereits das Stadium der klinischen Erprobung erreicht, die meist von der Aeras Global TB Vaccine Foundation (www.aeras.org) koordiniert wird. Sie stammen teils aus akademischen, teils aus Firmenlabors. "In einigen Jahren werden wir wissen, welche von ihnen tatsächlich Menschen wirksam vor TB schützen können", so Plischke abschließend.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 47 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa beschäftigen in Deutschland mehr als 90.000 Mitarbeiter. Rund 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung.

Dr. Rolf Hömke | idw
Weitere Informationen:
http://www.vfa.de/
http://www.vfa.de/de/politik/artikelpo/medikamente-in-entwicklungslaendern.html

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