Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Forschergruppe will Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten verbessern

24.07.2012
Forscher der Universität Luxemburg wollen gemeinsam mit internationalen Partnern ein einfaches Selbstmotivationsgerät entwickeln, das Schlaganfallpatienten während ihrer Rehabilitation benutzen können.
Das mit 4,4 Millionen Euro dotierte Forschungsprojekt wird vom Siebten Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung der Europäischen Kommission finanziert.

„Millionen Menschen leben mit den Folgen eines Schlaganfalls. Wir wollen die Überwachung und Unterstützung von Patienten zu Hause verbessern, damit durch den Schlaganfall verlorene kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeit rascher wiederhergestellt werden“, so Professor Claus Vögele, Leiter der Forschergruppe an der Universität Luxemburg.

Neurofeedback-Headset für Schlaganfall-Patienten

Das Team, das im Rahmen des sogenannten CONTRAST-Projekts zusammenarbeitet, setzt sich aus sieben internationalen Partnern zusammen, darunter Biologen, Psychologen, Neurologen und die Industrie. Ziel ihrer Arbeit ist die Entwicklung eines benutzerfreundlichen Neurofeedback-Headsets, mit dem bestimmte Hirnfunktionen systematisch trainiert werden können, um eine langfristige Verbesserung kognitiver Leistungen und des psychischen Wohlbefindens zu erreichen.

Prof. Vögele, dessen Bruder einen Schlaganfall erlitt, hat aufgrund persönlicher Beweggründe großes Interesse an dieser Forschungsarbeit, um Schlaganfallpatienten zu helfen, kognitive Grundfunktionen wiederzuerlangen, die nach einem Schlaganfall oftmals verloren gehen. „Ich habe viele verpasste Gelegenheiten während seiner Rehabilitation festgestellt. Mit unseren CONTRAST-Partnern können wir neue Rehabilitationsgeräte entwickeln, die helfen, die Lücke zwischen Akutversorgung, Rehabilitation und ambulanter Behandlung zu schließen“, erklärt er.

Prof. Claus Vögele, Dr. Simone Witzmann und Cristina Campillo bilden das CONTRAST-Team, angesiedelt in der Forschungseinheit „Soziale und Individuelle Entwicklung“ (INSIDE) der Universität Luxemburg. In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Rehabilitation und Wiedereingliederung (Rehazenter, Kirchberg) wollen sie mit ihrer Arbeit die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten in Luxemburg verbessern.

Internationale Partner sind die Universität Würzburg (Deutschland), die Fondazione Santa Lucia (Italien), die Universität Graz (Österreich), T-Systems ITC Iberia SA (Spanien), Hasomed Hard- und Software für Medizin GmbH (Deutschland) sowie MIND MEDIA BV (Niederlande). Weitere Informationen über CONTRAST auf www.contrast-project.eu.

Das Siebte Rahmenprogramm (RP7) für Forschung und technologische Entwicklung der Europäischen Kommission ist das Hauptinstrument der Europäischen Union für die Forschungsförderung in Europa.

Britta Schlüter | idw
Weitere Informationen:
http://www.contrast-project.eu/
http://www.uni.lu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise