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Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe 2.2 der BAuA jetzt als Broschüre

06.09.2012
Wenn Beschäftigte mit gefährlichen Stoffen arbeiten, brauchen sie einen ausreichenden Schutz. Dazu müssen Risiken erkannt und Maßnahmen ergriffen werden.
Mit dem Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine praxisnahe Handlungshilfe entwickelt. Mit dieser Anleitung lassen sich Gefährdungen beim Umgang mit gefährlichen Stoffen schnell und sicher erkennen und entsprechende Schutzmaßnahmen ableiten. Die aktuelle Version 2.2 gibt es jetzt auch als Broschüre.

Die Version 2.2 des EMKG enthält die aktuellsten Regelungen aus der Neufassung der Gefahrstoffverordnung von 2010 und die TRGS 400 „Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“. Zielgruppe des EMKG sind Verantwortliche in Klein- und Mittelbetrieben (KMU), Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte und überbetriebliche Beratungsdienste. Eine große Hilfe bietet ihnen seit 2010 das EMKG kompakt, von der BAuA als Taschenscheibe und –karte herausgebracht. Doch für die sichere Anwendung des EMKG kompakt liefert das „EMKG 2.2“ die Grundlagen.

Mit Hilfe des EMKG lassen sich Problemfelder im Betrieb finden und entsprechende Handlungsschwerpunkte setzen. Dazu benötigen die Anwender keine tiefgehenden Vorkenntnisse im Gefahrstoffrecht, sondern leicht zugängliche Informationen aus Sicherheitsdatenblättern und Betriebsbegehungen. In wenigen Schritten lässt sich der Handlungsbedarf ableiten. Dabei finden sowohl Gefahrstoffe Berücksichtigung, die eingeatmet werden, als auch solche, denen Beschäftigte über Hautkontakt ausgesetzt sind. Darüber hinaus eignet sich das EMKG der BAuA dazu, die Wirksamkeit bereits getroffener Schutzmaßnahmen zu beurteilen. So kann es sein, dass keine Arbeitsplatzmessungen mehr nötig sind.

Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) Version 2.2. Eine Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung für Sicherheitsfachkräfte und andere fachkundige Personen; Anke Kahl, Annette Wilmes, Christine Guhe, Rolf Packroff, Gabriele Lotz, Martin Tischer, 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012; 48 Seiten. Die Broschüre steht als PDF unter http://www.baua.de/publikationen auf der BAuA-Homepage.

Weitere Informationen zum EMKG unter http://www.baua.de/emkg.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de
http://www.baua.de/publikationen
http://www.baua.de/emkg

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