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Mobilfunk und Gesundheit 2008

06.12.2007
Fachtagung nahm Hinweise auf Veränderungen des Schlafverhaltens und der Hirnaktivität beim Menschen unter die Lupe

Aktuelle Forschungsergebnisse zu möglichen Einflüssen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf Schlaf und menschliche Hirnleistung waren das zentrale Thema einer Expertentagung vom 5. bis 7. November in Stuttgart.

Auf Einladung der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) und finanziell unterstützt durch das Land Baden-Württemberg sowie das Europäische EMF-Net diskutierten 57 Experten aus aller Welt den aktuellen Stand des Wissens.

Damit kamen in Stuttgart viele der führenden Spezialisten in diesem Forschungsbereich zu einem offenen Austausch über die derzeitige Datenlage zusammen. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die unterschiedlichen Ergebnisse verschiedener Forschergruppen zu Einflüssen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf das menschliche EEG und andere kognitive Funktionen.

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Die wesentlichen Erkenntnisse der Stuttgarter Tagung sind:

· Es liegt eine Fülle von Ergebnissen auf hohem wissenschaftlichen Niveau vor; die Datenlage ist jedoch noch uneinheitlich. Die inter- und intraindividuellen Variabilitäten beim Menschen sind groß, so dass kein Basiswert als absolute Bezugsgröße für die Beurteilung von Veränderungen zur Verfügung steht.

· Unterschiedliche Ausrichtungen und Untersuchungsmethoden der Forschungsprojekte erschweren die Vergleichbarkeit der Befunde.

· Es gibt Hinweise auf kleine biologische Effekte, die zum Teil auch unabhängig voneinander reproduziert wurden. Sie haben aber keine spürbaren Auswirkungen für den Menschen und es wird ihnen keine gesundheitliche Relevanz beigemessen.

· Für die Zukunft wünschen sich die Forscher, dass den vorliegenden Hinweisen mit einheitlichen Versuchsansätzen nachgegangen wird, damit die Ergebnisse besser miteinander vergleichbar sind.

Der Kurzbericht über die Ergebnisse des Workshops liegt nun vor und kann von der Internetseite der Forschungsgemeinschaft Funk heruntergeladen werden. Dort sind ebenfalls die Kurzzusammenfassungen aller Tagungsbeiträge sowie die einzelnen Präsentationen zu finden. Diese Workshopdokumentation gibt einen umfassenden und ausführlichen Überblick über alle Aspekte des Forschungszweiges. Neben grundsätzlichen Informationen über die Methoden der Schlafforschung und -analyse werden experimentelle Untersuchungsansätze und Expositionsmethoden dargestellt.

Für fachliche Rückfragen steht Ihnen:

Lutz Haberland
Forschungsgemeinschaft Funk e.V.
Rathausgasse 11a, 53111 Bonn
Tel. 0228 726220
haberland@fgf.de zur Verfügung

Gabi Conrad | idw
Weitere Informationen:
http://www.fgf.de
http://www.fgf.de/fup/tagung/fgfworkshops-start.html

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