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Kapsel revolutioniert Dünndarmdiagnostik

08.10.2007
Mit der Kapselendoskopie ist es erstmals möglich geworden, die innere Oberfläche des Dünndarms diagnostisch zu inspizieren. Vor allem für Darmblutungen mit unklarer Ursache ist den Gastroenterologen damit ein wichtiges Werkzeug in die Hand gegeben worden.

Neben Blutungen unklarer Herkunft sind Bauchschmerzen mit Gewichtabnahme oder auf Behandlungen schlecht ansprechende Erkrankungen wie Unverträglichkeit gegen glutenhaltige Nahrungsmittel oder Morbus Crohn Anlässe für den Einsatz des Verfahrens, wenn die sonst zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu keinen Ergebnissen führen.

Bis zur Einführung des Verfahrens im Jahre 2001 galt der Dünndarm als kaum zugängliche Region für endoskopische Untersuchungen. Er konnte nur indirekt durch radiologische, angiologische oder Ultraschalluntersuchungen abgebildet werden. „Die Einzigartigkeit der Kapseluntersuchung“, schreibt Prof. Dr. H. Bosseckert von der Uni-Klinik Jena in der neuesten Ausgabe des bng-Verbandsorgans „Verdauungskrankheiten“, „zeichnet sich dadurch aus, dass die Bilder nicht über einen Instrumentenschaft eines Endoskops gemacht werden, sondern durch die Kapsel.“

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA, so berichtet Prof. Bosseckert, hat die Kapselendoskopie als „first-line imaging Tool“ für den Dünndarm eingestuft. Bis heute wurden weltweit weit über 300.000 Kapselendoskopien durchgeführt.

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"Dem "Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA)" liegen positive Voten der KBV und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen vor, dieses Verfahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Von Privaten Krankenkassen wird diese Untersuchungsmethode schon erstattet." informiert der Leiter der Arbeitsgruppe Kapselemdoskopie im bng, Dr. Gero Moog aus Kassel. Mittlerweile bieten über 30 bng-Praxen Ihren Patienten dieses neue Verfahren an. Sie finden die Praxen auf der Homepage des bng.

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.bng-gastro.de.

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: kontakt@bng-gastro.de, Internet: www.bng-gastro.de

Dr. Holger Böhm | bng-gastro
Weitere Informationen:
http://www.bng-gastro.de

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