Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TB - die vergessene Krankheit

25.09.2007
TB-Patientin und TB-Experten treffen in Berlin Journalisten zur
Vorbereitung auf das Ministerforum "All Against Tuberculosis"

"Viele Menschen glauben, TB könne sie nicht treffen. Diese Fehleinschätzung müssen wir korrigieren." Hierauf wiesen Vertreter der Weltgesundheitsorganisation, des Gesundheitsministeriums und eine ehemalige TB-Patientin im Rahmen eines Hintergrundgesprächs hin, das heute in Berlin vom europäischen Regionalbüro der WHO veranstaltet wurde.

Andrea Virnich berichtete heute von ihrer Leidensgeschichte. Sie war 30 Jahre alt, als die Tuberkulose bei ihr ausbrach. Drei Jahre lang war sie ununterbrochen krank. Verschiedene Diagnosen wurden gestellt, doch keine der Behandlungen schlug an. Erst Jahre später erkannte ein Arzt, dass sie an TB litt. "Die Krankheit Tuberkulose war meinen Ärzten schlichtweg nicht präsent. Für sie war es unvorstellbar, dass eine junge deutsche Frau wie ich an TB erkranken würde." TB ist eine weltweit ernstzunehmende Gefahr. Andrea Virnichs Geschichte zeigt, dass dies auch für Europa und Deutschland gilt. Um die weitere Ausbreitung der TB zu stoppen, sind deshalb größere Anstrengungen und zusätzliche finanzielle Mittel nötig.

"TB stellt Europa vor eine enorme Herausforderung - nicht nur wegen der beachtlichen Zahl neuer TB-Erkrankungen in der WHO EURO Region, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass Europa die höchste Rate an MDR-TB (multidrug-resistant TB) und XDR-TB (extensively drug-resistant TB) aufweist", erklärte Dr. Richard Zaleskis, WHO EURO Regionalberater für TB. "Das ist deshalb problematisch, weil diese Formen von TB nur schwer therapierbar sind."

... mehr zu:
»Tuberkulose

Die Tuberkulose ist bei Weitem nicht besiegt. Dies wird nur gelingen, wenn der TB-Kontrolle ein höherer gesundheitspolitischer Stellenwert eingeräumt und hierfür auch ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Um hierfür zu werben, organisiert das europäische Regionalbüro der WHO das Ministerforum "All Against Tuberculosis", das am 22. Oktober 2007 in Berlin von der Bundesregierung ausgerichtet wird. Zentrale Anliegen des Ministerforums sind:

- Die Mitgliedstaaten sollen sich zu den Zielen der WHO "Stop TB"-Strategie bekennen und die Tuberkulosekontrolle in den jeweiligen Gesundheitssystemen stärken

- Die Mitgliedstaaten sollen sich gemäß der WHA 58.14 Resolution zu einer angemessenen Finanzierung der Tuberkuloseprävention und Tuberkulosekontrolle verpflichten

- Die Mitgliedstaaten sollen eine europäische regionale Deklaration zu Tuberkulose verabschieden

- Die Mitgliedstaaten sollen ihre Unterstützung der europäischen Stop TB Partnerschaft zum Ausdruck bringen

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Website (http://www.euro.who.int/tuberculosis). Bei Fragen stehen Ihnen gerne auch Dr. Richard Zaleskis und Dr. Lucica Ditui persönlich zur Verfügung.

Dr Richard Zaleskis
Regional Adviser, Tuberculosis Control
WHO Regional Office for Europe
Scherfigsvej 8, DK-2100 Copenhagen Ø, Denmark
Tel.: +45 3917 1335. Fax: +45 3917 1818
E-mail: rza@euro.who.int
Dr Lucica Ditiu
Medical Officer,
Tuberculosis Control
WHO Regional Office for Europe
Scherfigsvej 8, DK-2100 Copenhagen Ø, Denmark
Tel.: +45 3917 1378. Fax: +45 3917 1818
E-mail: dlu@euro.who.in

Susanne Glasmacher | idw
Weitere Informationen:
http://www.euro.who.int/tuberculosis

Weitere Berichte zu: Tuberkulose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie