Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zielgerichtete Bewegungstherapie

24.09.2007
In der Rehabilitation spielt die Bewegungstherapie bei vielen häufig auftretenden Krankheitsbildern eine wesentliche Rolle.

Doch wissenschaftliche abgesicherte, an den vorhandenen medizinischen Informationen ausgerichtete Konzepte über die Wirksamkeit bestimmter therapeutischer Vorgehensweisen gibt es kaum.

Mit einem von der Deutschen Rentenversicherung Bund finanzierten Projekt am Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg will das Team um Prof. Dr. Klaus Pfeifer im Arbeitsbereich Rehabilita­tionssport und Gesundheit dieser Ungewissheit abhelfen. Durch strukturierte Interventionskonzepte sollen Maßstäbe gesetzt werden, an denen sich die therapeutische Arbeit orientieren kann.

Chronischer Rückenschmerz, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselkrankheiten, Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparats sowie Krebserkrankungen zählen zu den Gesundheitsstörungen, die heute in der Rehabilitationsmedizin am stärksten vertreten sind. Diese fünf Indikationsbereiche stehen im Mittelpunkt des Interesses der Erlanger Forschergruppe. Zielsetzungen, Inhalte und Methoden der Bewegungstherapie werden zum einen anhand der indika­tionsabhängigen Funktions-, Aktions- und Teilhabestörungen spezifiziert, wie sie die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) vorgibt. Zum anderen gehen verfügbare Daten und gesicherte Erkenntnisse über die Wirksamkeit bewegungstherapeutischer Maßnahmen bei bestimmten Behandlungsfeldern in die Konzepte ein.

... mehr zu:
»Bewegungstherapie

Module für die therapeutische Praxis

Solche evidenzgesicherten Konzepte sind Voraussetzung für eine hohe Struktur- und Prozessqualität, also den zielgenauen Ansatz und den optimalen Verlauf von Behandlungen. Für die Praxis der Bewegungstherapie werden in dem Projekt Module entwickelt, deren Inhalte und Methoden auf konkrete Ziele bezogen sind und den Therapeutinnen und Therapeuten ein übersichtliches, griffiges Instrumentarium an die Hand geben. Dies erhöht die Effektivität und die Effizienz der Bewegungstherapie in der Rehabilitation. Die bei der Entwicklung der Therapiemodule formulierten Ziele, Inhalte und Methoden werden es außerdem erlauben, die spezifischen Effekte von therapeutischen Interventionen zu bewerten. Lücken im bisher gesicherten Wissen über die Wirksamkeit von Bewegungstherapie können geschlossen und die Funktion dieser Therapieform im Zusammenspiel mit anderen Behandlungsmaßnahmen im Rahmen der Rehabilitation geklärt werden.

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.600 Studierenden, 83 Instituten, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in enger Verknüpfung mit Jura, Theologie, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Klaus Pfeifer
Institut für Sportwissenschaft und Sport
Arbeitsbereich Rehabilitationssport und
Gesundheit
Tel.: 09131/85-28106
klaus.pfeifer@sport.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Bewegungstherapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Die bestmögliche Behandlung bei Hirntumor-Erkrankungen
28.03.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie