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Elektronische Gesundheitskarte: Siemens-Konnektor erhält grünes Licht für Einsatz in den Testregionen

13.07.2007
Der CardOS HealthCare Connector von Siemens hat von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) die Berechtigung zur Teilnahme an den 10.000er-Tests erhalten.

Die ersten Konnektoren wurden bereits an die Hersteller von Praxis- und Apothekensystemen (Primärsysteme) ausgeliefert, auch wurden bereits mehrere Schulungen zum richtigen Umgang mit der Technik durchgeführt. Der Konnektor ist eine der wichtigsten Komponenten der Telematikinfrastruktur, er fungiert als Bindeglied zur IT-Infrastruktur der Ärzte und Apotheker.

„Die Nachfrage nach unserem Konnektor für die Testregionen ist groß“, betonte Dr. Michael Meyer, Leiter European Sales Global Solutions in Deutschland: Schon 65 Softwareentwickler und Servicetechniker von rund 20 Primärsystemherstellern übten und testeten den Umgang mit dem Siemens-Konnektor. Das Training beinhaltete zum einen den sicheren Anschluss des CardOS HealthCare Connectors an das jeweilige Apotheken- oder Praxisverwaltungssystem. Darüber hinaus schulte Siemens die Primärsystem-Hersteller, damit diese bereits während des 10.000er-Feldversuchs selbst den 1st- und 2nd-Level Support für den Siemens CardOS HealthCare Connector leisten können. Ein enormer Vorteil für die jeweiligen Testteilnehmer: Sie müssen im Service-Fall nur ihre Primärsystemhersteller kontaktieren und brauchen sich nicht mit mehreren Servicehotlines verschiedener Anbieter zu befassen.

10.000er-Tests: Komponenten und Dienste auf dem Prüfstand

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Die 10.000er-Tests sollen Aufschlüsse über die Praktikabilität der Komponenten und Dienste liefern und zeigen, ob sich die derzeit zugelassenen elektronischen Gesundheitskarten und Heilberufe-Ausweise reibungslos in den Praxis-, Klinik- und Apothekenalltag integrieren lassen. Dabei werden in der jetzt folgenden Testphase (sog. Release 1) die Prüfung des Versichertenstatus (Versicherten-Stammdatendienst), das elektronische Rezept (Verordnungsdatendienst) sowie der Notfalldatendienst offline getestet. Mithilfe des Konnektors, der diese drei Dienste miteinander verbindet, werden so erstmals durchgängige elektronische Prozesse mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) möglich. Im Rahmen der Datenschutz-Anforderungen sorgt er zudem für die Signatur- und Verschlüsselungsfunktionen.

In Release 2 werden die Komponenten und Dienste online getestet. Dem Konnektor kommt dabei die Schlüsselrolle zu: Als Bindeglied zwischen der IT-Infrastruktur der Ärzte und Apotheker sowie der bundesweiten Telematikinfrastruktur steuert er den sicheren Zugriff auf zentral vorgehaltene Daten und Anwendungen, insbesondere auf die zukünftige elektronische Patientenakte. Die elektronische Gesundheitskarte des Patienten sowie der elektronische Heilberufsausweis des Mediziners stellen dabei die Zugangsschlüssel zum Datennetz dar.

Hintergrund: Die elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Die neue deutsche Gesundheitskarte ist der Schlüssel zu einer umfassenden Modernisierung des Gesundheitswesens und wird insgesamt 80 Millionen Bürger, rund 123.000 niedergelassene Ärzte, 65.000 Zahnärzte, 21.000 Apotheken, 2.200 Krankenhäuser sowie die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen miteinander vernetzen. Sie dient zum einen als sicherer Ausweis, zum anderen als mobiler Datenträger für den Krankenversicherten. Die eGK ist dafür spezifiziert, neben den traditionellen administrativen Daten wie Versicherungsinformationen auch sensitive medizinische Daten wie elektronische Rezepte zu speichern. Sie ermöglicht differenzierte Schreib- und Lese-Berechtigungen.

Durch die Sicherheitsinfrastruktur der Gesundheitskarte wird ein Standard der Vertraulichkeit eingeführt, der mit den herkömmlichen Methoden nicht zu erreichen ist. Durchgängig elektronische Prozesse liefern die Basis, das Gesundheitswesen sicherer, transparenter und kostengünstiger zu gestalten.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Med beschäftigt weltweit mehr als 36 000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Holger Reim | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.com/medical

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