Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Krebsschmerzen richtig behandeln

29.11.2000


... mehr zu:
»Krebsschmerz »Schmerztherapie
Neues Video der Deutschen Krebshilfe

Bonn - Etwa 40 bis 80 Prozent aller Krebspatienten entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung oft unerträgliche chronische Schmerzen. Dank einer modernen, den individuellen Bedürfnissen angepassten Schmerztherapie kann jedoch fast allen Betroffenen geholfen werden. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt ein Video für Patienten herausgegeben, in dem anschaulich dargestellt wird, wie Tumorschmerzen entstehen, wie sie wirksam behandelt werden können und warum die Furcht vor opioidhaltigen Medikamenten unbegründet ist.


"Der Schmerz ist größer als die Angst. Ich spüre nur den Schmerz und möchte, dass er aufhört." Mit diesen Worten beschreibt eine Krebskranke, was viele andere Patienten ebenfalls am meisten fürchten: Ihren Schmerzen hilflos ausgeliefert zu sein. Doch dank vielfältiger Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie lassen sich Schmerzen bei neun von zehn Betroffenen mit verhältnismäßig einfachen Mitteln lindern. "Wenn der Schmerz nachlässt, ist wieder Raum für andere Empfindungen. Die Lebensqualität steigt," so die Krebskranke, der von einem Schmerztherapeuten geholfen werden konnte.

Mit dem Ziel, Schmerzpatienten zu informieren und ihnen Mut zu machen, hat die Deutsche Krebshilfe in Kooperation mit dem Pharma-Unternehmen Janssen-Cilag GmbH ein Video zum Thema "Schmerzen bei Krebs" herausgegeben. Anschaulich wird in diesem Film dargestellt, wie Schmerzen entstehen, wie sie behandelt werden können und warum die Angst vor einer Abhängigkeit von opioidhaltigen Medikamenten unbegründet ist. Das Drei-Stufen-Schema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Schmerzbekämpfung wird ebenso thematisiert wie die möglichen Nebenwirkungen der Schmerzmittel. Die eindrucksvollen Erfahrungsberichte von Schmerzpatienten und ihren Angehörigen zeigen, wie eine gute Schmerzbehandlung dabei hilft, wieder in den Alltag zurückzukehren und die Krankheit besser zu bewältigen. Namhafte Schmerz-Experten erklären, warum Schmerzen nicht sein müssen und geben den Angehörigen Tipps, wie sie die Betroffenen unterstützen können.

Das etwa 20-minütige VHS-Video kann gegen eine Schutzgebühr von 20 Mark bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe, Thomas-Mann-Straße 40, 53111 Bonn, Telefon: 0228/729900, Fax: 0228/7299011, E-Mail: deutsche@krebshilfe.de. Dort erhalten Sie außerdem kostenfrei die Broschüre "Krebsschmerzen wirksam bekämpfen", die die Deutsche Krebshilfe im Rahmen ihrer Broschürenreihe "Die blauen Ratgeber" herausgegeben hat. Hier wird die Schmerztherapie einschließlich der Behandlung von Nebenwirkungen ausführlich und allgemeinverständlich beschrieben.


Infokasten: Ursachen von Krebsschmerzen
Etwa 60 bis 90 Prozent der Schmerzen bei Krebs sind tumorbedingt: Sie entstehen, wenn die Geschwulst auf Nerven, Blutgefäße, Knochen oder benachbartes Gewebe drückt oder übergreift. Rund 10 bis 25 Prozent der Krebsschmerzen sind dagegen Folge der Therapie: Nach der Operation können Nervenschädigungen, Lymphödeme, Vernarbungen oder Phantomschmerzen auftreten. Nervenschäden oder Schleimhautentzündungen können die Folge einer Chemotherapie sein. Bestrahlungen führen manchmal zu einer schmerzhaften Vermehrung von Bindegewebe, sogenannten Fibrosen, oder zu Nervenschäden. Venenthrombosen gehören zu den tumorbegleitenden Schmerzen, die etwa 5 bis 20 Prozent ausmachen. Krebspatienten leiden aber auch vermehrt unter tumor-unabhängigen Schmerzen wie Migräne, Rückenleiden oder Beschwerden im Magen- und Darmtrakt.

Interviewpartner auf Anfrage

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw

Weitere Berichte zu: Krebsschmerz Schmerztherapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise