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Färbetest ermöglicht rasche Diagnose bei Gebärmutterhalskrebs

10.04.2007
Vor allem Entwicklungsländer sollen profitieren

Ein Verfahren bei dem Zellen eingefärbt werden, soll Wissenschaftern in Entwicklungsländern helfen Gebärmutterhalskrebs genauer zu diagnostizieren. Das normale Verfahren zur Untersuchung der Abstriche erfordert eine qualifizierte Auswertung. Entsprechendes Personal dafür steht in vielen Fällen nicht zur Verfügung. Wissenschafter des UK's Medical Research Council's Cancer Cell Unit, von Cancer Research UK und Forscher des Kidwai Memorial Hospital of Oncology beschreiben im British Journal of Cancer die Ergebnisse der aktuellen Studie. Bei 455 Frauen zeigte sich, dass das Färbeverfahren rascher einsetzbar und leichter auszuwerten war. Derzeit arbeiten die Forscher an einer Version des Tests, der auch in Großbritannien eingesetzt werden soll.

Alleine in Indien wird bei 126.000 Frauen jährlich Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. In Großbritannien sind rund 2.800 Frauen betroffen. Das Team verglich die Effektivität des herkömmlichen PAP-Verfahrens mit einem Test, der MCM-Proteine nachweist, die sich auf der Oberfläche von kanzerösen Zellen oder präkanzerösen Zellen befinden. Von jeder der 455 Frauen standen zwei Proben zur Verfügung, für jedes Verfahren eine. Die Forscher brauchten zwei Minuten, um aggressive Krebszellen mit dem Färbetest nachzuweisen. Mit dem PAP-Verfahren waren dafür bis zu zehn Minuten erforderlich. Das Team einigte sich bei 100 Prozent der Ergebnisse der eingefärbten Proben, bei den PAP-Proben waren es nur 85 Prozent. Zehn Krebserkrankungen oder prekanzerösen Zellen wurden nur durch den MCM-Test nachgewiesen.

Das Einfärben der Zellen würde die Untersuchungen teurer machen. Kosten würden jedoch laut BBC durch die Zeitersparnis und die geringere erforderliche Qualifikation bei der Auswertung gespart. Der leitende Wissenschafter Nick Coleman betonte, dass in Indien die meisten Frauen keinen Zugang zu einem Abstrichtest hätten. Würden mehr Frauen untersucht, könnte auch in Anzahl der Krebserkrankungen verringert werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mrc.ac.uk
http://www.cancerresearchuk.org
http://www.kidwai.kar.nic.in

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