Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Kindergesundheit durch mehr Bewegung im Freien

20.12.2006
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Projekt zur Gestaltung neuer "Bewegungsräume" für Kinder und Jugendliche in Göttingen und München

Sich im Freien bewegen, sich anstrengen, miteinander kreative Spielideen umsetzen und sich im Spiel konzentrieren - das ist es, was 10- und 11-jährige Kinder dringend brauchen, um gesund aufzuwachsen. Medizinern und Pädagogen ist bewusst, dass Kinder emotional stabiler und körperlich gesünder sind, wenn sie unter ihresgleichen die Umwelt spielerisch erschließen und gestalten können.

Die Lebenswelt vieler Kinder lässt dies aber nicht zu. Mediziner, Sportwissenschaftler und Umweltplaner in Göttingen und München starten jetzt ein Modellprojekt und kümmern sich darum, wie sich mehr Kinder näher an Zuhause und unter sich im Freien aufhalten können. Das Forschungsvorhaben hat den Titel "Kommunale Freiräume für Bewegung zur Förderung der Gesundheit von Kindern". Ziel ist es, bisher nicht nutzbare Freiflächen in Wohngegenden von Göttingen und München gemeinsam mit Schulen und kommunalen Ämtern für Schulkinder zu erschließen und die Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre mit insgesamt 334.000 Euro gefördert. Die Projektleitung haben Prof. Dr. Hartmut Dunkelberg, Direktor der Abteilung Allgemeine Hygiene und Umweltmedizin am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen, Prof. Dr. Jürgen Schröder, Sportpädagoge am Institut für Sportwissenschaften der Universität Göttingen, sowie Dr.-Ing. Hans-Joachim Schemel, Büro für Umweltforschung, Stadt- und Regionalentwicklung, München.

"Wenn wir mehr Freiräume für Kinder in der Nähe ihrer Wohnungen schaffen, schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe: Die Kinder bewegen sich mehr. Das beugt Bewegungsmangel und Übergewicht vor. Zudem fördert es die gesundheitliche Entwicklung und Kompetenz von Kindern auf allen Ebenen. Im gemeinsamen Entdecken und Spielen erlangen sie emotionale Sicherheit, Motorik und Feinmotorik werden gestärkt, Aufmerksamkeit und Motivation werden gefördert", sagt Prof. Dr. Hartmut Dunkelberg.

... mehr zu:
»Freiräume »Hygiene

Im November 2006 haben sich die Göttinger Akteure erstmals getroffen, um Details über den Ablauf des Projektes zu besprechen. Mit dabei waren medizinische Experten und Umweltplaner, Vertreter des Umwelt- und des Schulamtes sowie der Stadt- und Verkehrsplanung Göttingen. Zunächst wollen die Projektleiter geeignete Wohngebiete und Schulen als Kooperationspartner auswählen. Vor Ort erkunden sie dann in einem ersten Schritt zusammen mit den Schulkindern, wie sich in dem jeweiligen Wohngebiet geeignete Flächen bewegungsfreundlicher gestalten lassen.

Hinter dem Projekt steht die Erkenntnis, dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit stellt sich nicht von alleine ein, sondern muss aktiv gefördert werden. Es reicht daher nicht, wenn Mediziner mögliche Gesundheitsgefahren von der Bevölkerung fern halten. Vielmehr müssen sie die Lebensverhältnisse so beeinflussen, dass sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gesund entwickeln und später gesund leben können. Neben der "Prävention" (Vermeiden von Krankheitsursachen) ist daher heute die "Salutogenese" (Gesundheitsförderung) gleichermaßen wichtig.

Weitere Informationen:

Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen
Abt. Allgemeine Hygiene und Umweltmedizin
Prof. Dr. Hartmut Dunkelberg
Domäne Holtensen
Laborgebäude 11 A
37079 Göttingen
Tel. 0551/500 78 86-0
E-Mail: hdunkel1@gwdg.de
Bereich Humanmedizin - Georg-August-Universität Göttingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Stefan Weller
Robert-Koch-Str. 42 - 37075 Göttingen
Tel.: 0551/39 - 99 59 - Fax: 0551/39 - 99 57
E-Mail: presse.medizin@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | idw
Weitere Informationen:
http://www.humanmedizin-goettingen.de

Weitere Berichte zu: Freiräume Hygiene

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kostformen im Vergleich: Für Menschen mit Diabetes ist die Mittelmeer-Diät besonders gut geeignet
19.01.2018 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Vielversprechender Malaria-Wirkstoff erprobt
19.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie