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Lungenkrebs: neuer Ansatz zu Behandlung von Resistenzen

04.12.2006
Wissenschafter identifizieren zwei entscheidende Proteine

Es könnte in Zukunft möglich werden, das Leben von Lungenkrebspatienten durch das Rückgängigmachen von Resistenzen gegen Medikamente zu retten. Die meisten Todesfälle sind auf die Anpassung der Tumore auf die Wirkung der Chemotherapie zurückzuführen. Wissenschafter von Cancer Research UK haben jetzt jenen chemischen Mechanismus identifiziert, der bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen für diesen Effekt verantwortlich ist. Die in The EMBO Journal veröffentlichten Forschungsergebnisse machen Hoffnung auf ein Verfahren, dass diesen Prozess erfolgreich unterlaufen kann.

Die Forscher haben eine Reihe von entscheidenden Proteinen identifiziert, die ihrer Meinung nach auch bei anderen Arten von Krebs eine wichtige Rolle beim Entstehen einer Resistenz spielen. Der Großteil der an kleinzelligen Bronchialkarzinomen leidenden Patienten kann nur mittels Chemotherapie behandelt werden, da die Diagnose meist erst in einem vorgerückten Stadium erfolgt in dem ein chirurgischer Eingriff nicht mehr möglich ist. Tumore, die über das Protein FGF-2 verfügen, reagieren schlechter auf eine Behandlung. Die aktuelle Studie beweist laut BBC, dass das Protein eine aktive Rolle beim Entstehen einer Resistenz spielt.

Das Team identifizierte mit S6K2 ein weiteres Protein, das ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist. Größere Mengen dieses Proteins konnten in Proben nachgewiesen werden, die ebenfalls resistent waren. Zusätzlich zeigte sich, dass nach einer Behandlung rückfällige Patienten ebenfalls über erhöhte Mengen von S6K2 in ihren Tumoren aufwiesen. Laut dem Wissenschafter Julian Downward lag es daher nahe, dass bei der Chemotherapie eine Vielzahl von Krebszellen abgetötet wurde. Zellen mit S6K2 konnten jedoch überleben und gaben ihre Resistenz weiter. "Neue Krebszellen verfügen daher über eine erhöhte Menge von S6K2 und die Tumore wurden gegen die Behandlung zunehmend resistent." Michael Seckl, Mitautor der Studie, berichtete, dass bereits an Medikamenten gearbeitet werde, die FGF-2 blockieren können. Es bestehe jedoch ein Risiko bei den Nebenwirkungen, da dieses Protein auch bei gesunden Zellen eine wichtige Funktion habe.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cancerresearchuk.org
http://www.nature.com/emboj/index.html

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