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Lymphknotenkrebs: Therapie gezielt verbessern

08.06.2006


Verbundprojekt der Deutschen Krebshilfe veröffentlicht Ergebnisse



Bösartige Erkrankungen des Lymphsystems (Lymphome) treten in unterschiedlichen Formen auf. Bei einigen Arten sind die Heilungschancen immer noch schlecht, da therapeutische Angriffsmöglichkeiten fehlen. Mit dem Ziel, die molekularen Mechanismen bei der Entstehung der verschiedenen Lymphome aufzuklären und damit gezielter behandeln zu können, fördert die Deutsche Krebshilfe mit bisher vier Millionen Euro ein bundesweites Verbundprojekt. Den Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein besonders aggressiv wachsendes Lymphom, das Burkitt-Lymphom, molekularbiologisch näher zu charakterisieren. Die Forschungsergebnisse wurden heute, am 8. Juni 2006, in dem renommierten Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht. Sie werden erheblich dazu beitragen, die Diagnose und Therapie dieser Lymphom-Art zu verbessern.

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Lymphome sind eine Gruppe sehr unterschiedlicher, bösartiger Erkrankungen des Lymphsystems. Sie entstehen, wenn Lymph- oder Abwehrzellen zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung entarten und dann unkontrolliert wachsen. Durch feingewebliche Untersuchungen der Lymphknoten lassen sich die verschiedenen Krankheitsbilder aus dem Kreis der bösartigen Lymphome identifizieren und den Untergruppen "Morbus Hodgkin" oder "Non-Hodgkin-Lymphom" zuordnen. Während heute fast 90 Prozent der Patienten mit Morbus Hodgkin überleben, liegen die Heilungsraten bei einem Non-Hodgkin-Lymphom derzeit nur bei rund 50 Prozent.

Um die Heilungschancen verbessern zu können, analysieren die Wissenschaftler die molekularen Mechanismen der Lymphom-Entstehung. "Wir wollen in möglichst vielen verschiedenen Lymphom-Arten neue Gene identifizieren und Aussagen zum Wachstum der Tumoren, aber auch zu ihrem Ansprechen auf die Therapie machen", erklärt Professor Dr. Lorenz Trümper, Sprecher des Verbundprojektes und Direktor der Abteilung Hämatologie und Onkologie am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen. Nur so lassen sich neue, wirkungsvollere Diagnose- und Therapieansätze entwickeln. "Das heute in der Fachzeitschrift ’New England Journal of Medicine’ veröffentlichte molekulare Profil des Burkitt-Lymphoms ermöglicht Ansätze für eine bessere Therapie", so Trümper.

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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