Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nierenversagen ist eine häufige Spätfolge von Bluthochdruck

11.05.2006


Seinen Nieren zu Liebe sollte jeder seine Blutdruckwerte im Auge behalten und bei erhöhten Werten einen Arzt konsultieren


Hoher Blutdruck tut nicht weh - und deshalb bemerken viele Menschen gar nicht, dass sie an dieser Erkrankungen leiden und ein erhöhtes Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen haben.

Mit dem Welthypertonietag soll auf diese Gefahr hingewiesen und das dramatisch unterschätzte Leiden des Bluthochdrucks in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, denn bereits jetzt sterben in den westlichen Industrieländern mehr Menschen an der Hypertonie (=Bluthochdruck) und ihren Folgen als an Krebs. In Deutschland leidet in etwa jeder vierte Erwachsene unter Hypertonie, jedoch wissen nur die wenigsten um ihre Erkrankung.


Es ist daher wichtig, regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren zu lassen und typische Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, zuviel Alkohol oder Stress zu minimieren.

Die Gesellschaft für Nephrologie und die Klinik für Innere Medizin IV - Nieren- und Hochdruckkrankheiten - am Universitätsklinikum des Saarlandes (Direktor: Prof. Dr. Hans Köhler) unterstützen diesen Appell, denn letztendlich geht eine Vielzahl der Fälle von Nierenversagen auf das Konto von nicht erkanntem und unbehandeltem Bluthochdruck. Viele Dialysepatienten könnten noch ein "normales" Leben führen, hätten sie frühzeitig ihre Hypertonie bemerkt und durch eine entsprechende Lebensweise und/oder eine medikamentöse Therapie entgegengewirkt.

Was viele Menschen nicht wissen: Bluthochdruck und Nierenerkrankungen bedingen sich gegenseitig: Zum einen können Nierenerkrankungen zu hohem Blutdruck führen, da die Nieren nicht nur eine Entgiftungsfunktion haben, sondern auch die "Pegelstände" des Körpers regulieren - beispielsweise die für Salze, Wasser, aber auch den Blutdruck. Kranke Nieren können diese Funktionen nicht mehr erfüllen, und ein hoher Blutdruck ist eine gängige Folge. Umgekehrt führt ein hoher Blutdruck häufig zu Gefäßveränderungen in den Nieren und ist somit für das Fortschreiten eines Funktionsverlusts des Organs verantwortlich. Eine effektive Blutdrucksenkung ist daher eine entscheidende Vorraussetzung zur Verlangsamung des Fortschreitens der Niereninsuffizienz.

Liegt bereits eine Nierenerkrankung vor, muss daher unbedingt eine Blutdrucksenkung erfolgen - mindestens auf den Optimalwert von 130/80 mmHG erfolgen, besser jedoch auf unter 125/75 mmHG, wie es die Deutsche Hochdruckliga in Einklang mit internationalen Fachgesellschaften empfiehlt.

Doch auch "Gesunde" sollten ihren Nieren zu Liebe ihre Blutdruckwerte im Auge behalten und bei erhöhten Werten einen Arzt konsultieren.

Fragen zum Thema Nieren- und Hochdruckkrankheiten beantwortet gerne auch Professor Dr. Hans Köhler, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum des Saarlandes, Tel. (06841) 16-23526, E-Mail: prof.h.koehler@uniklinikum-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.nierengesellschaft.de
http://www.hochdruckliga.de

Weitere Berichte zu: Bluthochdruck Hypertonie Nierenerkrankung Nierenversagen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Stammzell-Transplantation: Aktivierung von Signalwegen schützt vor gefährlicher Immunreaktion
20.04.2017 | Technische Universität München

nachricht Was Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv macht
18.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten