Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prognose: Sonnig, warm, aber Sonnenbrandgefahr!

05.05.2006


"Damit das sonnige Wochenende nicht mit einem schmerzhaften Sonnenbrand endet, ist Sonnenschutz unerlässlich", sagt Dr. Dirk Daiber, Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und erinnert an Langzeitschäden durch UV-Strahlung: "Zu viel UV-Strahlung kann zu Hautkrebs führen.



In den letzten Jahren hat sich die Anzahl an Neuerkrankungen dramatisch erhöht." Leichte, weite Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor schützen vor der schädlichen Strahlung. "Das Sonnenschutzmittel muss vor UV-A und UV-B Strahlen schützen. Wir begrüßen daher das Vorhaben der EU-Kommission, auf Sonnenschutzmitteln auch Angaben zum UV-A-Schutz kennzeichnungspflichtig zu machen", so Daiber weiter. Der Industriekommissar der EU, Günter Verheugen, hatte am Mittwoch in Brüssel entsprechende Pläne vorgestellt.

... mehr zu:
»BfS »UV-Strahlung »UVI


Nach dem langen Winter freuen wir uns alle über das sonnige Wetter. Im Frühjahr ist die Haut allerdings besonders gefährdet, da sie erst langsam ihren Eigenschutz wieder aufbauen muss. Auch wer solariengebräunt ist, hat durch die in Solarien veränderte Zusammensetzung der UV-Strahlen keinen Eigenschutz erworben. Erhöhte Vorsicht ist in den noch stark verschneiten Alpen geboten: Schnee reflektiert das Sonnenlicht, und die UV-Strahlung steigt mit zunehmender Höhe. Hier müssen die Augen besonders geschützt werden.

Für UV-Strahlung hat der Mensch kein Warnsystem: Gerötete Haut zeigt sich erst, wenn die Schädigung bereits eingetreten ist. Hier hilft der international gültige UV-Index, kurz UVI. Er beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. "Je höher der UVI, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko", erläutert Dirk Daiber. "Für das Wochenende erwarten wir UVI-Werte von 5 bis 7. Das bedeutet eine hohe UV-Belastung." Ein Sonnenbrand ist schon nach 20 Minuten möglich, Schutzmaßnahmen sind daher erforderlich.

Es gilt als Faustformel: Doppelter UVI-Wert ergibt den Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels, mit dem sich Erwachsene schützen sollten. Kinder bis zwei Jahren sollten der UV-Strahlung gar nicht ausgesetzt werden.

Unter www.bfs.de/uv/uv2/uvi veröffentlicht das BfS die aktuellen UVI-Messwerte sowie eine Drei-Tages-Prognose und gibt umfassende Informationen über die Wirkungen von UV-Strahlen, die verschiedenen Hauttypen und Tipps zum Sonnenschutz.

Der UVI hängt vor allem vom Sonnenstand ab und ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit und der geografischen Breite. Die Ozonsituation in der Atmosphäre, Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Reflexionen von Sand und Schnee beeinflussen die Höhe des UVI.

Das BfS empfiehlt:

Geeignete Kleidung und Kopfbedeckung sind ein effektiver Schutz vor Sonnenbrand!

Beim Eincremen nicht mit Sonnencreme sparen und auf hohen Lichtschutzfaktor achten!

Die "Sonnenterrassen" des Körpers besonders gut eincremen: von den Ohren bis zu den Fußrücken!

Da die UV-Strahlung in den Mittagsstunden am höchsten ist, verbringt man diese Zeit besser im Schatten - dort wird die Haut ohnehin sanfter gebräunt.

Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen.

Besonders bei Kindern ist unbedingt auf guten Sonnenschutz zu achten.

Kinder unter zwei Jahren sollten nicht der Sonne ausgesetzt werden.
Diese Tipps und weitere Informationen hat das BfS in der Broschüre "Mit heiler Haut durch den Sommer" für Kinder leicht verständlich aufbereitet. Sie steht zum Download unter www.bfs.de/uv/uv2/Kinderflyer bereit und ist, wie auch die anderen Infomaterialen des BfS zum Thema UV, kostenlos zu beziehen beim:

Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter

Tel: 01888 / 333-1130
Fax: 01888 / 333-1150
EPost@bfs.de

Dr. Dirk Daiber | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de/uv/uv2/Kinderflyer
http://www.bfs.de

Weitere Berichte zu: BfS UV-Strahlung UVI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops