Ministerin kündigt beim Volkshochschultag in Berlin einen Innovationskreis an

Schavan setzt auf verstärkte Förderung der Weiterbildung

Bundesbildungsministerin Annette Schavan will das Lebenslange Lernen nachhaltig stärken. Sie werde einen Innovationskreis Weiterbildung einberufen, kündigte die Ministerin auf dem 12. Deutschen Volkshochschultag am Donnerstag in Berlin an. „Ich lade Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis ein, um über eine neue Strategie des Lebenslangen Lernens und der Weiterbildung zu diskutieren“, sagte Schavan. Der Innovationskreis werde zum ersten Mal am 17. Mai zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

„Wir werden die Weiterbildung konsequent ausbauen“, sagte Schavan. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werde deshalb die Ausgaben für Weiterbildung und Lebenslanges Lernen gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent erhöhen. „Unser Ziel ist es, die Chancen der Menschen zur persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Entwicklung während ihrer gesamten Lebenszeit zu verbessern.“

Eine herausragende Rolle beim Lebenslangen Lernen komme den Volkshochschulen zu, betonte die Ministerin. 9,2 Millionen Menschen besuchten im Jahr 2004 Jahr die Angebote der rund 1000 Volkshochschulen in Deutschland. „In ihrer besonderen kommunalen Verantwortung haben Volkshochschulen heute zunehmend eine vermittelnde Rolle“, sagte die Ministerin. „Sie initiieren Runde Tische, unterstützen zivilgesellschaftliches Engagement und entwickeln sich zu entscheidenden Knotenpunkten im Netzwerk der Weiterbildung.“ Volkshochschulen seien deshalb das „Herzstück der Bürgergesellschaft“.

Weiterbildungsangebote sind nach den Worten der Ministerin gerade auch für Erwachsene mit unzureichender Schulbildung der beste Weg, um Defizite aus der Schulzeit auszugleichen. „Erwachsenenbildung verbessert die Lebensqualität und gibt auch jenen eine zweite Chance, die es versäumt haben, sich ausreichend auf ihr Berufsleben vorzubereiten.“ Die Ministerin kündigte aus diesem Grund ein Programm „Forschung und Entwicklung zur Grundbildung für Erwachsene“ an. Ziel des Programms soll es sein, die Akteure auf dem Gebiet der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit durch gemeinsame Forschungsarbeiten zu vernetzen und ihnen dadurch dabei zu helfen, ihre Beratungsstrukturen und Hilfsangebote auszubauen.

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