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Medizinische Hightechverfahren: Referenzmarkt Deutschland

25.04.2006


Massenmarkt für innovative Konzepte



Medizintechnikhersteller und Pharmaunternehmen drängen mit Hightech-Geräten, Telemedizin und Arzneien auf den deutschen Markt. "Doch nicht alle finden den Weg zum Patienten. Die Hürden zum Massengeschäft sind hoch und zwingen die Industrie, neue Strategien zu entwickeln. Jedes Jahr entwickeln Medizintechnikhersteller hunderte neue Verfahren und Geräte, der deutsche Markt ist für sie der drittwichtigste der Welt. Und auch für die Pharmaindustrie ist Deutschland als Referenzmarkt von zentraler Bedeutung", berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).

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Allerdings müssten einige Hürden überwunden werden: Nur wer in aufwändigen Studien nachweisen könne, welchen medizinischen Nutzen eine neue Methode hat, bekomme eine Zulassung. "Wer es schafft, sieht sich einem gigantischen Markt gegenüber: Rund 90 Prozent aller Bürger sind gesetzlich versichert" so die FTD. Hier positionieren sich auch mittelständische Firmen wie die PHTS Telemedizin in Düsseldorf, die bereits Verträge der integrierten Versorgung mit Kassen abgeschlossen habe. "Heute sind die notwendigen technischen Entwicklungen und logistischen Voraussetzungen vorhanden, um einen breiten Einsatz der Telemedizin im medizinischen Alltag zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde auch eine Datenlage geschaffen, um die Telematik im Gesundheitswesen zu etablieren", so Professor Harald Korb, Ärztlicher Direktor von PHTS, im Gespräch mit pressetext. So habe das Telemonitoring bei der Betreuung kardiologischer Patienten einen festen Platz gefunden. "Durch die ständige Aktualisierung und den gesicherten Austausch von Daten wird der Wissenstransfer gefördert, die Diagnostik verbessert, Behandlungsstrategien koordiniert, Überversorgung verhindert und der Informationsfluss zwischen Patient, Krankenhaus und niedergelassenem Arzt optimiert", betont Korb.

Für die private Krankenversicherung Debeka stehen die Vorteile der neuen Technologie außer Frage. "Die Telemedizin rechnet sich und verbessert die Lebensqualität der Patienten", sagt Vorstand Roland Weber. Einen Vorschlag, wie man gute Innovationen schneller ins Gesundheitssystem kriegen könnte, hat der Münchner Ökonom Günter Neubauer entwickelt - das so genannte Delta-Finanzierungskonzept. Danach soll der Patient die Möglichkeit haben, eine neue Behandlung zu wählen, noch bevor sie Teil des Leistungskatalogs ist. Dafür soll er die Differenz zwischen der Fallpauschale für die herkömmliche Behandlung und der neuen Methode selbst zahlen. "Hier wäre auch ein Markt für Zusatzversicherungen", so Neubauer gegenüber der FTD.

Derzeit könnten Kliniken neue Verfahren, die nicht per Fallpauschale abgerechnet werden, als therapeutische Wahlleistung anbieten - wenn der Patient dafür die vollen Kosten trägt. Bei niedergelassenen Ärzten sei dieses Modell schon weit verbreitet.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ftd.de
http://www.phts.de
http://www.debeka.de

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