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Familiäres Darmkrebsrisiko und die Chancen der Früherkennung

22.02.2006


Das Top-Thema des von der Felix Burda Stiftung initiierten Darmkrebsmonat März® ist in diesem Jahr das familiäre Darmkrebsrisiko.



Darmkrebs ist vererbbar. Experten schätzen, dass bis zu 30 % der 66.000 Menschen, die jährlich in Deutschland an Darmkrebs erkranken, eine familiäre Disposition für diese Krankheit haben. Das heißt, über 20.000 Menschen sind davon betroffen und nur wenige sind sich dieses Risikos bewusst. Deshalb haben die Felix Burda Stiftung und das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. das familiäre Darmkrebsrisiko zum Top-Thema des diesjährigen Aktionsmonats März erklärt. Durch gezielte Information und intensive Öffentlichkeitsarbeit soll das Bewusstsein in den Familien geschärft, die Betroffenen informiert, sensibilisiert und zur Vorsorge motiviert werden. Im Falle einer familiären Disposition tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung (Koloskopie) unabhängig vom Alter des Patienten.



In der Regel steigt das Darmkrebsrisiko ab einem Alter von 45 Jahren proportional an. Bei Personen mit einer familiären Disposition gilt diese Regel jedoch nicht. "Gibt es Fälle von Darmkrebs in der Familie, sollten die direkten Verwandten sich frühzeitig ärztlich beraten lassen. Darmkrebs ist kein Schicksal, sondern durch Früherkennung zu fast 100% vermeidbar", sagt Dr. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Vorsorge bei Erkrankungen von Familienangehörigen ersten Grades, d.h. Eltern, Geschwister, Kinder. Diese haben, wenn bei ihrem direkten Verwandten Vorstufen von Darmkrebs, so genannte Polypen (Adenome) bzw. Darmkrebs diagnostiziert wurde, laut Expertenaussage ein bis zu doppelt so hohes Risiko und sollten daher unbedingt ihren Darm regelmäßig untersuchen lassen. Eine Koloskopie bietet die bestmögliche Sicherheit und ist im Regelfall, je nach Risiko und bei negativem Befund, nur alle 6-10 Jahre erforderlich.

Die noch weit verbreitete Angst vor einer Darmspiegelung ist unbegründet. Durch neue Diagnosetechniken und die hohen Qualitätsstandards ist eine schmerzfreie Untersuchung bei einem erfahrenen Spezialisten (Gastroenterologen) gesichert. In Familien, bei denen eine genetische Disposition vorliegt, müssen die Betroffenen bereits in jungen Jahren regelmäßig zur Koloskopie. Dies gilt z.B. bei der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP) oder bei HNPCC (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Carcinoma).

Bei familiärer Veranlagung bzw. erblicher Disposition und bei Symptomen wie unspezifischen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Blut im Stuhl o. ä. übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchungskosten unabhängig vom Alter des Patienten. Grundsätzlich wird der Okkultbluttest ab dem 50. Lebensjahr jährlich und die präventive Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten kostenfrei angeboten. Die Kosten für eine virtuelle Koloskopie werden nur in Ausnahmefällen bei einer speziellen Indikation von den GKVen erstattet.

Hintergrund:

Seit dem Jahr 2002 initiiert die Felix Burda Stiftung jährlich den Darmkrebsmonat März® mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für Darmkrebsprävention zu sensibilisieren und zur Vorsorge zu motivieren. Im Rahmen der überregionalen Medienkampagne der Felix Burda Stiftung engagieren sich auch zahlreiche Prominente für die Darmkrebsfrüherkennung. Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. ist für die Planung und Umsetzung medizinspezifischer Themen und Projekte zuständig.

Felix Burda Stiftung
Bettina Müller
Director Marketing & Communications
Tel.: +49 89 9250-2710
Fax: +49 89 9250-2713
muellerb@burda.com

Felix Burda Stiftung
Ingo Buchholzer
Referent Marketing & Communications
Tel.: +49 89 9250-1747
Fax: +49 89 9250-2713
buchholzer@burda.com

Ingo Buchholzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.felix-burda-stiftung.de
http://www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de
http://www.darmkrebs.de

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