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Diabetes: Hefe soll Insulinspray ermöglichen

06.02.2006


Pilz ermöglicht Erweiterung der Zellen in der Nasenschleimhaut



Wissenschafter der University of Leeds gehen davon aus, dass Diabetikern Insulin auch über einen Nasenspray verabreicht werden kann, der auf Hefe basiert. Das Team um Emily Fuller wies nach, dass der Pilz, der traditionell in der Bier- und Brotherstellung eingesetzt wird, die Zellen derart erweitert, dass das Insulin über das Gewebe der Nase aufgenommen werden kann. Es wird gehofft, dass damit ein Spray entwickelt werden, kann der die Insulininjektionen ersetzen kann. Laut Zoe Harrison von Diabetes UK leben allein in Großbritannien rund 700.000 Diabetiker, deren einzige Behandlungsalternative die tägliche Insulininjektion ist.

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Die Verabreichung von Insulin über die Nase gilt als schwierig, da die Nasenschleimhaut das Molekül abblocken kann. Vorläufige Forschungsergebnisse zeigten jetzt, dass nichtgiftige Hefe die engen Verbindungen zwischen den Nasenzellen öffnen kann. Laut Fuller ist der Transport von großen Molekülen wie Insulin über die Nasenschleimhaut aufgrund der dichten Struktur der Zellschicht nur eingeschränkt möglich. Die Laborergebnisse belegten jedoch, dass Hefe die Tiefenwirkung von Insulin deutlich verbessern kann. Das Team erklärte laut BBC, dass weitere Studien erforderlich seien. Derzeit wird die Eignung von Hefe als Mittel zur Verabreichung von Medikamenten untersucht. So sei es denkbar, aktive Substanzen in Hefezellen einzuschließen bis sie an ihrem Einsatzort angelangen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.leeds.ac.uk

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