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Hitliste der Erkältungs-Erreger

16.01.2006


Forschungsnetzwerk PID-ARI.net gibt wöchentlich Zusammenfassung seiner Surveillance-Daten heraus



Welche Erkältungsviren und -bakterien derzeit von "Nase zu Nase" wandern, überwachen die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. Ab sofort gibt das Netzwerk jede Woche aktuell eine Zusammenfassung seiner Surveillance-Daten als "Hitliste" der häufigsten Erreger heraus.



Zahlreiche Viren und Bakterien können eine schwere "Erkältung" oder - wie Fachleute sagen - tiefe Atemwegsinfektion auslösen. Denn nicht immer bleibt es beim harmlosen Schnupfen. Schätzungsweise 78.000 Kinder müssen laut PID-ARI.net jedes Jahr in Deutschland ins Krankenhaus wegen Bronchitis, Lungenentzündung oder anderen Folgen einer Atemwegsinfektion.

Hitliste der 3. Kalenderwoche*

Folgende Erkältungs-Erreger sind momentan in Deutschland besonders aktiv:

1. Humanes Metapneumovirus
2. Rhinovirus
3. Respiratory Syncytial Virus und Mycoplasma pneumoniae

*(Rangordnung der wichtigsten Erreger für die 1. Kalenderwoche, die bis zum 13. Januar nachgewiesen wurden)

Ausführliche Informationen, Steckbriefe zu einzelnen Erregern sowie Grafiken im Internet unter http://www.pid-ari.net.

PID-ARI.net

PID-ARI.net ist ein Forschungsnetzwerk über akute Infektionen der unteren Atemwege bei Kindern. Der Name steht für "Pediatric Infectious Diseases Network on Acute Respiratory Tract Infections". Es ist ein Zusammenschluss aus Universitätskliniken, Krankenhäusern, Arztpraxen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst. An drei Standorten in Deutschland (Kiel, Mainz und Freiburg) wird innerhalb eines begrenzten Gebietes fortlaufend untersucht, an welchen Erregern Kinder unter 16 Jahren erkranken. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die aktuelle Situation in ganz Deutschland.

Seit 1996 sind die Wissenschaftler des Netzwerkes PID-ARI.net den Übeltätern auf der Spur. Mit einem weltweit einzigartigen Test können sie insgesamt 19 Viren und Bakterien aufspüren, das ist ein Großteil der heute bekannten "Erkältungs"-Erreger. Geschaut wird nur nach jenen Viren und Bakterien, die nicht ständige "Untermieter" in unseren Atemwegen sind. Wird also einer der 19 Erreger nachgewiesen, macht er sehr wahrscheinlich auch krank. Zu rund 70% verursachen Viren die Infektionen, Antibiotika helfen daher nur selten.

PID-ARI.net wurde bis 2005 durch das Bundesforschungsministerium finanziert. Die Stiftung Präventive Pädiatrie unterstützt PID-ARI.net weiterhin. Es kann seine Arbeit aber nur dann in vollem Umfang fortsetzen, wenn es weitere Kooperationspartner oder Sponsoren findet.

Heike Thiesemann-Reith | idw
Weitere Informationen:
http://www.pid-ari.net

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