Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Silvester-Risiko: Knalltrauma - jetzt ist erstmals Hilfe in Sicht

30.12.2005


Weltweit erste Tests zur Behandlung von akutem Innenohr-Hörverlust in Berlin und München



Für schätzungsweise 8000 Menschen in Deutschland, davon allein rund 500 im Grobetaraum Berlin, hat das jährliche Böllern an Silvester gravierende Folgen: Durch die im wahrsten Sinne des Wortes ohrenbetäubende Detonation von Feuerwerkskörpern erleiden sie einen akuten Hörverlust (Knalltrauma). Sie können Geräusche nur noch gedämpft wahrnehmen und leiden häufig unter Ohrensausen (Tinnitus). Im günstigsten Fall erholt sich das Gehör in den Tagen und Wochen nach dem Vorfall von selbst, bleibt jedoch für mögliche spätere Schäden anfällig.

... mehr zu:
»AM-111 »Hörverlust »Knalltrauma »Tinnitus


Im ungünstigsten Fall löst die Detonation eine Zerstörung der feinen Sinneszellen im Innenohr aus. Die betroffenen Zellen sterben innerhalb weniger Stunden bis Tage ab. Die Folge ist ein bleibender Hörverlust.

Nun steht erstmals ein Wirkstoff (AM-111) zur Verfügung, mit dem dieser Hörverlust, der häufig auch bei Rockkonzerten auftritt, behandelt werden kann. Versuche haben gezeigt, dass eine rasche Anwendung, innerhalb von 24 Stunden, von AM-111 die Sinneszellen im Innenohr vor dem Absterben schützen kann.

Wer in der Silvesternacht ein starkes Knalltrauma erleidet, kann sich an einer klinischen Studie der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Charité - Universitätsmedizin Berlin beteiligen und mit dem Wirkstoff AM-111 behandeln lassen.

Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

  • ein mittlerer bis schwerer Hörverlust (äußert sich z.B. wie Gefühl von "Watte im Ohr" oder Pfeifen im Ohr)
  • Mindestalter: 18 Jahre, Höchstalter: 60 Jahre
  • ausgeschlossen sind Patienten, die Medikamente einnehmen, die bereits an einer Ohrentzündung leiden, schon einmal einen akuten Hörverlust erlitten haben, an chronischem Tinnitus leiden, aus einem anderen Grund nicht gesund sind, schwangere und stillende Frauen

Wichtig ist eine rasche Behandlung! Wer die genannten Kriterien erfüllt und ein Knalltrauma erlitten hat, sollte baldmöglichst in die Charité Campus Benjamin Franklin, Hindenburgdamm 30 kommen. Dort wird von Silvester 24 Uhr bis Mitternacht des 1.1.2006 die Behandlung mit dem neuen Wirkstoff durchgeführt. Für weitere Fragen ist eine Hotline Tel. 030 - 8445-2403 oder -4768 eingerichtet.

Kontakt:
Kerstin Endele, Leiterin Unternehmenskommunikation
Charité- Universitätsmedizin Berlin
Tel. 030-450 570 401, kerstin.endele@charite.de

Kerstin Ullrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.charite.de/mediamed

Weitere Berichte zu: AM-111 Hörverlust Knalltrauma Tinnitus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Vitamin-Mangel, der Kampf gegen die Antriebslosigkeit und Nahrung für die Nerven
08.12.2016 | PhytoDoc Ltd.

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herz-Bindegewebe unter Strom

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Eine Extra-Sekunde zum neuen Jahr

08.12.2016 | Physik Astronomie

Wenn der Fluss krank ist – Fachseminar zu Gewässerökologie und Gewässerschutz

08.12.2016 | Seminare Workshops