Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lieber Hund als Hamster für allergiegefährdete Kinder

20.09.2005


Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen sind nicht die richtigen Spielgefährten, wenn ein erhöhtes Risiko auf allergische Reaktionen für ein Kind besteht. Soll der Wunsch nach einem eigenen Tier erfüllt werden, ist in solchen Fällen ein Hund der am ehesten geeignete Hausgenosse, empfiehlt Privatdozentin Dr. Vera Mahler von der Erlanger Hautklinik und bezieht sich dabei auf die aktuellen Leitlinien zur Allergieprävention. Gibt es keine familiäre Vorbelastung, die Kinder anfällig für Allergien machen könnte, ist aus ärztlicher Sicht gegen Haustiere überhaupt nichts einzuwenden.



Eltern achten zunehmend auf mögliche Gesundheitsrisiken für ihrer Kinder und bitten um ärztlichen Rat, bevor ein Tier in die Familie aufgenommen wird. Dr. Mahler, die als Oberärztin an der Hautklinik des Universitätsklinikums (Direktor: Professor Dr. Gerold Schuler) tätig ist, rät nur dann zur Vorsicht, wenn Vater oder Mutter selbst zu Allergien neigen oder früher eine Übersensibilität der Haut bzw. der Atemwege und Schleimhäute gezeigt haben. Will die Familie dennoch auf Mitglieder mit vier Pfoten nicht verzichten, sollten Hunde vor Katzen den Vorrang haben. "Die Anschaffung von Nagetieren ist aus allergologischer Sicht unvernünftig", warnt die Fachärztin.

... mehr zu:
»Hautklinik


Keine Diät in der Schwangerschaft

Müttern wird generell empfohlen, ihre Kinder in den ersten vier Monaten zu stillen, auch bei familiärer allergischer Vorbelastung. "Längeres Stillen zeigt keinen günstigen Einfluss auf das Auftreten allergischer Erkrankungen", berichtet die Privatdozentin. Falls Stillen in den ersten vier Lebensmonaten nicht möglich ist, reicht normale Säuglingsnahrung für Kinder ohne Vorbelastung völlig aus. Allergiegefährdete Babys brauchen eine sogenannte hypoallergene, insbesondere extensiv-hydrolysierte Säuglingsnahrung auf Kaseinbasis. Ausdrücklich betont Dr. Mahler, dass Frauen ihrem Nachwuchs nichts Gutes tun, wenn sie versuchen, mögliche Nahrungsmittelallergene in der Zeit zu vermeiden, in der sie schwanger sind: "Mütterliche Diät während der Schwangerschaft kann zu Mangelernährung führen, verhindert oder verzögert jedoch die Entwicklung von allergischen Erkrankungen nicht."

Dr. Vera Mahler leitet die Allergieambulanz der Hautklinik, die Montag bis Freitag jeweils von 8.00 bis 11.00 Uhr im Gebäude B, 1. Obergeschoss, Hartmannstraße 14 in Erlangen geöffnet hat. Dort erfolgt die Diagnostik und Behandlung von allergisch bedingten Krankheiten wie Heuschnupfen, Nahrungsmittel- und Medikamentenallergien, Insektengiftallergie, allergisches Asthma, Neurodermitis und chronische Nesselsucht. Ein Mini-Symposium an der Erlanger Klinik im Sommer dieses Jahres galt dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Prävention, Diagnostik und Therapie solcher Erkrankungen.

Weitere Informationen

PD Dr. Vera Mahler
Tel.: 09131/85-33836,
Vera.Mahler@derma.imed.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Berichte zu: Hautklinik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Seminar zur angewandten Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung

18.10.2017 | Seminare Workshops

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie