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Krebs führt zu Gedächtnisproblemen

01.06.2005


Geistige Leistungsfähigkeit wird durch die Therapie beeinträchtigt



Nach einer überstanden Krebserkrankung müssen Patienten schon mit dem nächsten Problem rechnen, denn laut jüngsten Forschungsergebnissen führt die Krebsbehandlung zu einer Verminderung der mentalen Leistungsfähigkeit. Die medikamentöse Therapie verdoppelt das Risiko kognitive Probleme zu entwickeln, die sich bei den Patienten beispielsweise mit Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten äußern. Die Forscher der University of Southern California führen diese Beeinträchtigung auf die Chemotherapie zurück.

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Die Forschungsergebnisse bestätigen schon seit längerem bestehende Vermutungen, dass die Behandlung von Krebs kurzfristig kognitive Dysfunktionen auslöst. Doch in der aktuellen Studie konnte bewiesen werden, dass der Einfluss der Behandlung auch längerfristige, nachteilige Effekte auf die kognitive Leitungsfähigkeit hat. Denn 15 Prozent der 702 untersuchten Krebspatienten wiesen im Gegensatz zu einer gesunden Kontrollgruppe deutliche Symptome einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit auf. Diese Probleme verschlimmerten sich sogar im Laufe der Zeit. "Die Ergebnisse sind sicherlich kein Grund für Krebspatienten in Panik zu geraten und die Behandlung zu verweigern. Es bedarf jedoch noch weiterer Studien um das Problem genauer zu erforschen", erklärte Studienleiter Lesley Fallowfield.

Dass eine mögliche Ursache der zunehmenden geistigen Dysfunktion der natürliche Alterungsprozess ist, können die Experten ausschließen, denn im Vergleich zur Kontrollgruppe konnten derartige Effekte nicht festgestellt werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass durch einen nachteiligen, stressigen Lebensstil oder Faktoren wie Alkohol oder ungesundes Essen der kognitive Verfall verstärkt wird. Die Forscher räumen auch ein, dass eine mögliche geistige Beeinträchtigung schon vor der Krebsbehandlung bestand. Welche Behandlungsmethoden - ob Chemotherapie oder alternative Methoden - diese Effekte auslösen, wird derzeit in einer Studie ermittelt.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.usc.edu

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