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Ethinylestradiol und Bisphenol A schädigen Mäuseföten

04.05.2005


Deformationen der Prostata und Harnröhre nachgewiesen



Chemikalien, die in oralen Verhütungsmitteln und Lebensmittelbehältern enthalten sind, schädigen die Entwicklung von Mäusen. Experten der University of Missouri zeigten sich über eine mögliche Gefährdung des Menschen besorgt. Männliche Mäuse, die in der Gebärmutter derartigen Substanzen ausgesetzt waren, entwickelten Deformationen der Prostata und der Harnröhre. Tests wurden für Ethinylestradiol und Bisphenol A durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Derzeit bestehen keine klaren Hinweise auf das Auftreten ähnlicher Probleme beim Menschen.



Die Wissenschafter verabreichten den Mäusen Dosierungen der Chemikalien, die unter den Mengen lagen, denen schwangere Frauen ausgesetzt sein können, wenn sie weiter die Pille einnehmen und verunreinigte Lebensmittel und Getränke zu sich nehmen. Die männlichen Föten wiesen in der Folge eine Vergrößerung der Prostata und eine Verengung der Harnröhre auf. Der leitende Wissenschafter Frederick vom Saal erklärte, dass während der fötalen Entwicklung geringe Mengen von östrogenalen Chemikalien die Zellkontrollsysteme permanent stören und die Prostata anfälliger für Krankheiten machen können. Er geht laut BBC davon aus, dass diese Chemikalien Prostatakrebs verursachen können.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.missouri.edu
http://www.pnas.org

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