Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit jedem Schlag des Herzens - senSAVE

07.04.2005


Herz-Kreislauf-Patienten können aufatmen: Ein intelligentes Sensornetzwerk ermöglicht künftig das mobile Echtzeit-Vital-Monitoring. Das Projekt senSAVE wird von fünf Fraunhofer-Instituten bearbeitet und trägt dazu bei, Notfälle zu verhindern sowie Mobilität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhöhen.



Gertrud S. fühlt sich an diesem trüben Wintermorgen eigentlich wie sonst auch: nur das komische Gefühl in der Magengrube, das seit dem Schneeräumen nicht verschwunden ist, stört ein wenig. Trotz des Herzinfarkts vor einem Jahr führt sie das Unwohlsein auf das fehlende Frühstück zurück. Während sie nun die Waschmaschine einräumt, laufen in der telemedizinischen Betreuungszentrale bereits ihre Alarminformationen ein...

... mehr zu:
»Selbstständigkeit


So wie in dem beschriebenen Szenario könnte die Wirklichkeit dank einem neu gestarteten Projekt von fünf Fraunhofer-Instituten bald aussehen: senSAVE hat das Ziel, Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu optimieren und Betroffene vor Notfällen zu bewahren. Neben der Behandlungsqualität sollen aber auch Selbstständigkeit und Lebensqualität gefördert werden.

Wie funktioniert das? Am Körper angebrachte, funkvernetzte Sensoren überwachen rundum den Gesundheitszustand des betroffenen Patienten. Bei einer auffälligen Verschlechterung geht sofort eine Alarminformation beim diensthabenden Arzt ein. Telefonisch können Arzt und Patient dann weitere Maßnahmen absprechen und verhindern so den drohenden Notfall.

senSAVE wird im Rahmen des internen Programms "InMuSens" der Fraunhofer-Gesellschaft gefördert. Neben Fraunhofer IAO entwickeln die Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS, für Biomedizinische Technik IBMT, für Photonische Mikrosysteme IPMS und für Angewandte Informationstechnik FIT die Lösung für die telemedizinische Betreuung. Wissenschaftler aus den Bereichen Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik arbeiten mit Fachleuten aus Medizin und Pflege zusammen. Damit die technologische Innovation nicht an den Belangen der Betroffenen vorbei entwickelt wird, bezieht das Projektteam alle Akteure, also Ärzte, Pflegekräfte und betroffene Patienten, in die Arbeit mit ein.

senSave eignet sich sowohl zur Behandlung chronischer Krankheiten und zur Versorgung älterer Menschen als auch zum individuellen Einsatz bei Sport, Wellness und in der Freizeit. Das einfache Anlegen, Tragen und Wechseln der Sensoren ist daher eine Voraussetzung dafür, dass senSave angenommen wird und so Patienten wie Gertrud S. vor einem Notfall bewahrt werden.

Tanja Vartanian | idw
Weitere Informationen:
http://www.sensave.de

Weitere Berichte zu: Selbstständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik