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US-Forscher entdecken Pflanze gegen Leukämie

03.03.2005


Hoffnung auf neues Medikament gegen den Krebs




Eine in Nord-Amerika weit verbreitete Pflanze enthält einen Wirkstoff, der Leukämiestammzellen abtötet. Den US-amerikanischen Forschern der Universität Rochester ist es gelungen, aus dem so genannten Mutterkraut den Leukämiehemmenden Stoff Parthenolide zu extrahieren, berichtet der amerikanische Branchendienst Science Daily. "Die Untersuchungsergebnisse sind ein Meilenstein bei der zukünftigen Entwicklung neuer Behandlungsmethoden gegen Leukämie", erklärte Craig Jordon von der Universität Rochester.

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Parthenolide ist der erste Wirkstoff, der myeliode Leukämie schon auf Stammzellenniveau angreift. Dies ist der signifikante Unterscheid zu derzeitigen Krebsbehandlungsmethoden, die nicht so umfassend wirken, als dass sie auch mutierende Zellen bekämpfen könnten. Selbst die derzeit aggressivste Behandlungsmöglichkeit mit dem Medikament Gleevec ist nicht so effektiv, erklären die Forscher.

Das Mutterkraut (engl. Feverfew) ist schon seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Fieber, Entzündungen, Migräne und Artrithis. Die Forscher wurden auf das Kraut aufmerksam, als eine Studie der Pflanze eine vorbeugende Wirkung gegen Hautkrebs attestierte. Daraufhin untersuchten die Forscher wie sich hochkonzentriertes Parthenolide auf akute- und chronisch-myeliode Leukämiezellen sowie gesunde Zellen auswirkt. Das Parthenolide tötete die kranken Leukämiezellen, während gesunde Zellen weitgehend verschont blieben. Dies ist ein weiterer Vorteil des pflanzlichen Derivats im Unterschied zu anderen chemotherapeutischen Produkten, so die Forscher.

Die Forscher hoffen auf Grund der neuen Erkenntnisse möglichst schnell ein entsprechendes Leukämieprodukt entwickeln zu können. Das National Cancer Institute hat die Forschungsarbeit in ihr Rapid Acess Program aufgenommen, das darauf abzielt, experimentelle Medikamente möglichst schnell vom Labor in den klinischen Versuchslauf zu bringen. Es wird jedoch voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein entsprechendes pharmazeutisches Produkt auf der Basis von Parthenolide hergestellt werden kann.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.urmc.rochester.edu/
http://www.sciencedaily.com
http://www.nci.nih.gov/

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